09.10.2017 12:51 Uhr - DHB-Pokal - PM Ketsch

Bären quälen sich ins Achtelfinale des DHB-Pokals

Kurpfalz Bären KetschKurpfalz Bären Ketsch
Quelle: Kurpfalz Bären Ketsch
Katrin Schneider ahnte schon vor dem Spiel, dass es gegen die Bietigheimer Zweite sehr schwer werden würde: "Viele meiner Spielerinnen sind angeschlagen und gehen sehr gehandicapt in diese Partie. Das wird alles andere als ein Spaziergang!" Und sie sollte Recht behalten. Am Ende holten sich die Kurpfalz Bären Ketsch einen knappen 23:22 (15:12)-Sieg.

Die mit vielen hoffnungsvollen Talenten gespickte zweite Mannschaft des deutschen Meisters der SG BBM Bietigheim ließ sich einfach nicht abschütteln. Selbst Vier-Tore-Führungen der Bären - wie beim 2:6 oder 15:19 - brachten keinerlei Sicherheit in die Aktionen des Schneider-Teams. Insbesondere der sonst so wurfgewaltige Rückraum der Bären-Ladies fand am Sonntagnachmittag nur ganz selten zu seiner sonstigen Torgefährlichkeit. "Hauptsache gewonnen", so lautete der Kommentar von Tom Löbich, denn nun wartet im Achtelfinale vielleicht ein Heimspiel gegen einen attraktiven Gegner.

Nach geglücktem Auftakt durch die Treffer von Sina Michels und Lena Feiniler sah es erst beim 0:2 und später beim 2:6 ganz danach aus, als wenn die Bären im Schongang dieses Spiel für sich entscheiden könnten. Doch die junge Bietigheimer Mannschaft kämpfte unverdrossen weiter und übernahm zwischen der 10. und 20. Minute komplett die Initiative. Mit 9:7 übernahm man die Führung, ehe die wacker kämpfenden Bären den Drittligisten wieder stärker auf Abstand bringen konnten. Aber auch die 12:15 Halbzeitführung trug nicht dazu bei, den gewohnten Spielrhythmus zu finden.

Auch ein 15:19 Vorsprung zwanzig Minuten vor Spielende konnte die Nerven auf der Bärenbank nicht beruhigen. Beim 20:20 schnupperten die Gastgeberinnen an der Wende, doch neben der gewohnt starken Sabine Stockhorst im Tor waren es vor allem Rebecca Engelhardt, Lena Feiniler und Sophia Sommerrock die eine Pokalpleite letztendlich verhinderten. Kurz vor Schluss legte Katrin Schneider sogar noch die grüne Karte, um den drohenden Ausgleich der Gastgeberinnen - und damit eine Verlängerung - zu vermeiden.