16.09.2017 14:50 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC

THC-Coach Herbert Müller ist "mega glücklich" und hofft auf Konstanz über sechzig Minuten

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Hans Joachim Steinbach
"Ich bin bin mega glücklich über die letzten Tage, die Mannschaft hat hervorragend gespielt in der Quali und beim Sieg über Göppingen", blickte THC-Coach Herbert Müller zurück auf die vergangene Woche. Nach der erfolgreichen Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League folgten die ersten Punkte in der Liga. Am morgigen Sonntag sollen in Oldenburg die nächste Punkte folgen - allerdings wartet auf den mehrfachen Meister eine schwere Aufgabe, der VfL siegte zum Auftakt in Blomberg und geht mit Rückenwind in das erste Heimspiel.

"Wir hatten die Gruppenphase als klares Ziel ausgegeben und sieben Mal in Folge dabei zu sein, ist für deutsche Verhältnisse ganz stark", betont Herbert Müller, das nach wenigen Wochen in dieser Spielzeit bereits viel erreicht wurde. Zeit zum Genießen bleibt aber nicht: "Nun warten gleich mehrere englische Wochen auf uns, die es absolut in sich haben", so der Coach des Thüringer HC.

"Wir mussten nach dem Wochenende schnell den Hebel auf Göppingen umlegen, hatten nach der Regeneration am Montag nur noch das Videostudium und eine Einheit zur Vorbereitung", berichtet Müller von der schwierigen Aufgabe mit drei Spielen binnen fünf Tagen. "Es war ein hartes Stück Arbeit gegen Göppingen", so der Coach des THC.

"Wie wir in den ersten siebzehn Minuten gespielt haben, das war der Handball, den ich mir vorstelle. Dann aber haben wir auch schlechte Phasen gehabt, waren ein wenig nachlässig, da müssen wir einfach an unserer Konstanz über die volle Spielzeit arbeiten, wir hatten auch durch die Wechsel ein paar Einbrüche, auch daran werden wir arbeiten. In Summe bin ich aber sehr zufrieden, am Anfang ist es einfach wichtig, Punkte zu sammeln", erläutert Müller.

Vor dem zweiten Gegner in der neuen Liga-Spielzeit hat Müller Respekt: "Es wird ein sehr schweres Spiel, Oldenburg hat am Mittwoch deutlich in Blomberg gewonnen, war zwischenzeitlich mit neun Toren in Front. Ich bin gespannt auf das Video Studium, das neue Trainerteam wird neue Impulse gesetzt haben, auch die Mannschaft hat sich verändert. Ich schätze die Achse Julia Wenzl und Angie Geschke im Rückraum ist sehr gefährlich und mit Kim Birke verfügt unser Gegner über die vielleicht aktuell beste deutsche Linksaußen. Ich erwarte wie schon den letzten Jahren einen spannenden Fight - wir wollen uns keinen Ausrutscher erlauben und weiter fleißig Punkte sammeln."

"Meike Schmelzer ist im Aufbau, das Knie muss aber noch geschont werden, hier ist Geduld gefragt. An dieser Stelle ein großes Lob an Josefine Huber. Wie sie das momentan stemmt, als einzige Kreisläuferin, ist einfach stark", blickt Müller auf die Personalsituation beim THC und führt aus: "Nina Schilk war in dieser Woche beim Rückenspezialisten und hat eine röntgenunterstützte Spritze bekommen, der Bandscheibenvorfall wird konservativ behandelt, wird aber sicher noch mindestens drei Wochen dauern. Anika Niederwiser hat am Montag erste leichte Wurfübungen gemacht, leichtes Werfen und Passen ist aktuell möglich, aber alles noch ohne Zweikämpfe. Julia Redder ist nach ihrer Ausfallzeit wieder zurück."

Der Trainer des THC appelliert unterdessen an das erwartungsvolle Umfeld, sich noch in Geduld zu üben: "Unser Umbruch braucht weiter Zeit, wir haben eine tolle Stimmung im Kader und eine super Perspektive als Team, aber wir haben aktuell noch nicht die Qualität von Bietigheim oder Metzingen. Uns fehlt noch die Konstanz über sechzig Minuten, aber phasenweise ist das Gezeigte schon sehr stark. Wir werden sicher in den nächsten Jahren viel Spaß haben - wofür es kurzfristig reicht, werden die nächsten Monate zeigen."