16.09.2017 10:26 Uhr - 1. Bundesliga - Südwestpresse - Wolfgang Seitz, PR Vereine, red

"Erste Heimspiel immer etwas besonderes" - Metzingen freut sich auf Rödertal

Marlene Zapf: "Bisher macht es sehr viel Spaß."Marlene Zapf: "Bisher macht es sehr viel Spaß."
Quelle: Marco Schultz
Eigentlich kann man bei der TuS Metzingen das erste Heimspiel der Saison frohen Mutes angehen, konnte doch der Saisonauftakt mit einem 36:24-Sieg in Neckarsulm sehr erfolgreich gestaltet werden. Wenn da nur nicht die erste Halbzeit gewesen wäre, in der in hinteren Regionen zu einem spontanen "Tag der offenen Tür" geladen war. "Wir werden Rödertal definitiv nicht unterschätzen", versprach Rechtsaußen Marlene Zapf, "wenn wir nicht zu 100 Prozent fokussiert sind, kann man schlecht aussehen." Rödertal reist trotz der Auftaktniederlage in Buxtehude unterdessen ohne Druck zum zweiten Auswärtsspiel.

Metzingens Trainer René Hamann-Boeriths gab im Rückblick auf den Auftakt einen kleinen Einblick in Sachen Psychologie: "In der Halbzeit haben wir gesagt, jetzt müssen wir auch die Abwehr dazu nehmen." Gesagt, getan - und das Unheil brach über die Neckarsulmer Sportunion herein.

"Es war ein hohes Niveau in Abwehr und Gegenstoß", lobte der TuS-Coach, der mit der Vorbereitung sehr zufrieden war. Ohne Verletzungen durchgekommen, was ein ganz wichtiger Aspekt ist, und der Lerneffekt trat auch ein, wie Marlene Zapf bestätigte: "Er brachte neuen Schwung, die Abwehr wurde stabiler. Bisher macht es sehr viel Spaß."

Das mit der Abwehr gelte es nun über sechzig Minuten auf die Platte zu bringen, dann komme man dem Handball-Ideal von Hamann-Boeriths wieder ein bisschen näher. "Nach zehn Wochen Training mit neuem System und neuen Spielerinnen kann noch gar nicht alles perfekt sein. Da fehlt noch ein bisschen. Aber wir sind genau da, wo wir gerne sein möchten", so der Kommandogeber der TusSies. Mit dem HC Rödertal kommt nun ein Aufsteiger.

"Rödertal ist variabel in der Abwehr, kann sowohl die 5:1 als auch die 6:0 spielen. Im Angriff sind sie sehr beweglich, praktizieren ein starkes 1:1", weiß René Hamann-Boeriths. Dem "Super-Angriffshandball", will er mit einer guten Abwehr begegnen, die von Anfang an auf Betriebstemperatur ist. "Es war in Neckarsulm ein sehr guter Start. Jetzt müssen wir gegen Rödertal nachlegen. Ich freue mich auf die Spiele in der Öschhalle und auf die ganze Saison", fiebert Manager Ferenc Rott dem Anpfiff am Samstagabend entgegen.

"Die Mannschaft der TuS Metzingen ist mit Topspielerinnen, die teilweise internationales Format besitzen, gespickt und sicherlich nochmal stärker einzuschätzen als der Buxtehuder SV. Mit ihrem Tempospiel und dem schnellen Umschalten bestrafen sie kleinste Fehler sofort", erklärt Karsten Knöfler, der Trainer der Rödertalbienen sieht sein Team in der Außenseiterrolle. "Wir müssen wie beim Spiel gegen Buxtehude über die kämpferische Schiene kommen. Außerdem wird es wichtig sein, unsere Chancen besser zu verwerten, um nicht unter die Räder zu kommen", so Knöfler.

Beim HC Rödertal treiben dem Cheftrainer indes die vielen Verletzungen weiterhin Sorgenfalten auf die Stirn: "Tamara Bösch leidet an einer Knieverletzung und fällt die nächsten drei Wochen aus. Auch Tammy Kreibich wird uns noch ca. zwei Wochen fehlen. Jurgita Markeviciute ist zwar auf dem Weg der Besserung, ein Einsatz am Samstag kommt aber voraussichtlich zu früh." Neben den Genannten muss Karsten Knöfler ebenfalls auf die beiden Langzeitverletzten Grete Neustadt und Sandra Szary verzichten.

Pünktlich zum ersten Heimspiel der TusSies startet übrigens auch der Verkauf des neuen TusSies-Kalenders. Er kann am Samstag in der Öschhalle erworben werden. Das Meisterwerk wurde fotografiert von SWP-Fotograf Thomas Kiehl. Die Location war eine ganz besondere. Anlässlich des Trainingslagers in Brest wurden die Spielerinnen an der Atlantikküste sehr vorteilhaft abgelichtet. Karten fürs erste Saisonheimspiel gibt es ebenfalls noch - aber nicht mehr sehr viele. "Es wird voll, die Stimmung wird sehr gut sein", prophezeite TuS-Manager Ferenc Rott bei der PK vor dem Spiel.