03.09.2017 17:29 Uhr - HBF-Supercup - Julia Nikoleit

Supercup: Bietigheim nimmt Revanche und sichert sich ersten Titel der Saison

Antje Lauenroth und die SG BBM Bietigheim setzten sich gegen Buxtehude durchAntje Lauenroth und die SG BBM Bietigheim setzten sich gegen Buxtehude durch
Quelle: Marco Wolf
Die Revanche ist gelungen: Knapp dreieinhalb Monate nach der Niederlage im Pokalhalbfinale setzte sich die SG BMM Bietigheim mit 30:22 (12:8) gegen den Buxtehuder SV durch und sicherte sich damit den Supercup. Torhüterin Valentyna Salamakha zeigte eine starke Leistung, beste Werferin war Angela Malestein mit sechs Treffern. Für Buxtehude erzielte Lone Fischer (11) die meisten Tore.

In der Inselparkhalle in Wilhelmsburg fiel der erste Treffer vor 1.023 Zuschauern erst in der 5. Spielminute: Lone Fischer verwandelte einen Strafwurf zum 1:0. Zuvor war Frederike Gubernatis bereits einmal von der Siebenmeterlinie an der gut aufgelegten Valentyna Salamakha gescheitert; auch Antje Peveling hatte auf der anderen Seite ihre ersten Paraden für sich verzeichnen können.

Der Vorsprung für Buxtehude blieb jedoch nicht lange bestehen. Kim Naidzinavicius glich - ebenfalls per Strafwurf - aus, bevor Angela Malestein die erste Führung für den Deutschen Meister erzielte: 2:1 in der 8. Spielminute. Bietigheim kam nun langsam besser in die Partie und kam vor allem über das schnelle Spiel zum Erfolg.

Buxtehude konnte hingegen nicht an seine Leistung aus dem Pokal-Halbfinale anknüpfen. Das Spiel der Gastgeberinnen war von technischen Unsauberkeiten und Ballverlusten geprägt; zudem scheiterten die Spielerinnen von Dirk Leun wiederholt an Salamakha. Einzig Fischer konnte die Bietigheimerin überwinden. Das 7:9 (26.) durch Jessica Oldenburg war der erste Treffer, der nicht auf das Konto der deutschen Linksaußen ging.

Kurz vor der Pause wechselte Leun und brachte in Natalie Axmann und Yara Nijboer zwei Nachwuchskräfte, die nun gemeinsam mit Emily Bölk im Rückraum agierten. Weiterhin fehlte den Buxtehuderinnen jedoch die Durchschlagskraft im Angriff, sodass Bietigheim seine Führung ausbauen konnte. Nach 30 Minuten ging es mit 12:8 für den Deutschen Meister in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff kam Gubernatis zurück auf die rechte Rückraumseite und erzielte im ersten Angriff das 9:12 (31.). Nachdem Fischer per Gegenstoß weiter verkürzt hatte, legte Albertsen bereits nach zweieinhalb Minuten die Auszeit und fand deutliche Worte. Die Ansprache wirkte: Seine Mannschaft agierte wieder konzentrierter und in der Abwehr geschlossener und setzte sich so erneut auf vier Tore ab: 16:12 in der 38. Spielminute.

Auch eine Zeitstrafe gegen Luisa Schulze brachte die Bietigheimerinnen nicht aus dem Konzept. Nach einem Ballgewinn erzielte Antje Lauenroth per Gegenstoß das 17:12 (39.) und sorgte damit für den ersten Fünf-Tore-Vorsprung - nicht zuletzt dank Salamakha, die an ihre starke Leistung aus dem ersten Durchgang anknüpfte. Nach dem 18:12 (40.) durch Malestein war es Dirk Leun, der die Grüne Karte zog.

Bietigheim hatte die Partie nun unter Kontrolle und verwaltete seinen Vorsprung sicher. Über 20:14 (45.) setzte sich der Deutsche Meister auf 23:15 (49.) ab. Leun reagierte mit einer weiteren Auszeit auf den gewachsenen Rückstand. Albertsen nutzte die Gelegenheit zum Torwartwechsel und brachte Tess Wester für Salamakha.

Auch Leun rotierte und probierte verschiedene Aufstellungen aus. Bölk machte mit drei Treffern innerhalb weniger Minuten auf sich aufmerksam; auch Nijboer konnte das erste Mal einnetzen. Am Vorsprung von Bietigheim änderte das jedoch nichts, zu konsequent spielte der Deutsche Meister seine Angriffe aus. Die freigespielte Malestein erzielte so in der 53. Minute das 26:18. Am Ende siegte Bietigheim mit 30:22.