31.08.2017 11:58 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV, red

Zwischen Vorbereitungsende und Supercup: Antje Peveling im Interview

Antje Peveling jubelte in Bietigheim über den Halbfinalsieg gegen den GastgeberAntje Peveling jubelte in Bietigheim über den Halbfinalsieg gegen den Gastgeber
Quelle: Michael Schmidt
Antje Peveling (geb. Lenz) gewann Ende Mai mit dem Buxtehuder SV in Bietigheim den DHB-Pokal. Im Halbfinale siegte der Nordklub damals überraschend gegen die favorisierten Gastgeberinnen. Nun kommt es zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Klubs: Am Sonntag um 16 Uhr spielen Pokalsieger Buxtehude und Meister SG BBM Bietigheim den Supercup aus. "Hamburg liegt uns", freute sich die Torhüterin mit Blick auf den Austragungsort in Hamburg-Wilhelmsburg auf das Match ...

Antje, wie blickst du mit gut drei Monaten Abstand auf den Pokalerfolg in Bietigheim zurück?

Antje Peveling:
Das ist natürlich immer noch das ganz große Highlight. Wie schon 2015 hat der Pokalerfolg die letzte Saison zu einer der besten in "Buxte" gemacht. Das war einfach verrückt sich als Außenseiter so durchsetzen. Da nehmen wir immer noch was von mit!

Du bist in Bietigheim zur besten Spielerin des Turniers gewählt worden. Was bedeutet dir diese Auszeichnung persönlich?

Antje Peveling:
Ich habe mich natürlich sehr gefreut, dass es sportlich für mich so gut lief. Das ist eine tolle Auszeichnung, die aber am Ende des Tages wenig wert ist. Wichtig war für mich, dass wir den Titel in der Hand hatten - großartig!

Die Saisonvorbereitung neigt sich dem Ende zu. Wie ist dein Eindruck von der Mannschaft?

Antje Peveling:
Alle haben in der Vorbereitung gut mitgezogen, wir hatten aber in dieser Saison auch ein wirklich straffes Programm mit vielen Trainingsspielen. Die Mannschaft war dadurch natürlich auch viel zusammen - ob in Japan, Ringkøbing oder den Fahrten zu Auswärtsspielen und -Turnieren. Abseits der Verletzungen lief es eigentlich richtig gut.

Du sprichst es selbst schon an?In der Vorbereitung hat euch das Verletzungspech mit den Ausfällen von Lisa Prior und Michelle Goos zur Verletzung von Lynn Knippenborg aus der Vorsaison hart erwischt.

Antje Peveling:
Ja, das stimmt wohl. Dadurch ändert sich unser Spiel natürlich, Spielerinnen müssen jetzt auf Positionen spielen, die sie sonst nicht spielen. Aber wenn jede von uns 120% gibt können wir das ausgleichen, das haben wir in anderen Vorbereitungen und Saisons bereits bewiesen. Zum Glück kommen aber sowohl Lynn, als auch Lisi und Mies schnell wieder.

Nach 2015 habt ihr jetzt zum zweiten Mal die Chance in Hamburg, quasi vor der eigenen Haustür, einen Titel zu holen. Glaubst du an den Heimvorteil?

Antje Peveling:
Auf jeden Fall! Hamburg liegt uns (lacht). Wir freuen uns sehr auf das Spiel in Wilhelmsburg und hoffen sehr, dass auch viele Hamburger Zuschauer den Weg zu uns in die Halle finden. Vielleicht kommen ja sogar einige von ihnen später mal nach Buxtehude. Aber jetzt sind wir erst einmal froh im Supercup ein "Heimspiel" zu haben.

Bietigheim hat der Heimvorteil ja nicht so viel genutzt?

Antje Peveling:
Glücklicherweise (lacht). Aber Bietigheim wird voll fokussiert sein und auf Revanche brennen. Die wollen, wie wir auch, den ersten Titel der Saison holen.

Die Bietigheimer gehen sicherlich als großer Favorit in die Partie. Wie schätzt du eure Chancen ein?

Antje Peveling:
Schwer zu sagen. Mit dieser Mannschaft können wir, meiner Meinung nach, fast alles erreichen. Mit vollem Einsatz können wir gegen jeden was holen, das Turnier in Wittlich war der Beweis, dass wir dagegen halten können. Die Zuschauer im Rücken zu haben wird ein riesen Vorteil sein!

Ein kleiner Blick voraus: Wie schneidet ihr in der kommenden Saison ab?

Antje Peveling:
Ähnlich schwer zu sagen. In der Liga wollen wir wieder in die obere Tabellenhälfte kommen, im Idealfall springt dann ein internationaler Startplatz dabei raus. Im Pokal ist es auch immer ein bisschen Losglück und im Europa-Cup wird uns die erste Runde sicherlich schon fordern. Da sollte man von Runde zu Runde schauen.