29.08.2017 11:51 Uhr - 1. Bundesliga - Bernd Teuber

"Kann hier auf meiner Lieblingsposition spielen": Oldenburgs Malene Staal im Interview

Malene StaalMalene Staal
Quelle: HK Halden
Beim 32. Internationalen Robert-Schumann-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn konnte sich das Oldenburger Publikum am vergangenen Wochenende einen ersten Eindruck vom neuen VfL-Team und seinen Trainern machen. Während die Dänin Simone Spur Petersen noch ein wenig warten muss auf ihren Einsatz im VfL-Trikot konnte sich die norwegische Spielmacherin Malene Staal bereits dem Publikum präsentieren. Und die waren angetan von dem was sie sahen. Aber auch die Norwegerin zeigt sich zufrieden mit ihren ersten Wochen in Oldenburg.

Hallo Malene, wie gefällt es Dir bisher beim VfL?

Malene Staal:
Die Mannschaft, aber auch die Fans haben mich sehr nett aufgenommen. Ich habe sogar ein Willkommensgeschenk bekommen. Einen Glücksbringer. Das Umfeld gefällt mir ebenfalls sehr gut. Auch handballerisch passt es, da der VfL einen genauso schnellen Handball spielt wie ich ihn aus Norwegen kenne. Außerdem kann ich hier auf meiner Lieblingsposition als Spielmacherin spielen. Ich mag es zwar auch im rechten Rückraum zu spielen, aber das Spiel zu machen macht mir doch mehr Spaß.

Hast Du schon viel von Oldenburg gesehen?

Malene Staal:
Dafür hatte ich leider noch nicht so viel Zeit, da eine ganze Menge passiert ist, seitdem ich hier bin. Nur in der Einkaufsstraße bin ich schon gewesen. Die hat mir sehr gut gefallen mit den vielen Cafés und Restaurants. Da ich ja aus einer sehr kleinen Stadt mit 30.000 Einwohnern komme, bin ich sehr gespannt darauf, wie das Leben in einer so großen Stadt wie Oldenburg ist.

Arbeitest Du neben dem Training in Deinem Beruf als Krankenschwester?

Malene Staal:
Nein. Ich will ja niemanden schaden, dadurch das ich mich mit den Patienten nicht richtig verständigen kann. Noch klappt es mit dem Deutsch nicht so richtig. Ich verständige mich derzeit hauptsächlich auf Englisch, aber das ist auch nicht immer so einfach. In Norwegen werden Filme nicht synchronisiert, sondern im Original gezeigt. Dadurch spricht fast jeder ganz gut Englisch, anders als hier. Aber ich gehe derzeit zweimal die Woche zum Sprachkurs, um Deutsch zu lernen. Außerdem arbeite ich auch ein wenig bei unserem Sponsor SERVLOG.

Was erwartest Du von der bald beginnenden Saison?

Malene Staal:
Die Bundesliga ist viel ausgeglichener als die norwegische Eliteserie. An einem guten Tag kann fast jeder jeden schlagen. Das wird sehr hart für uns werden, da wir eine neue Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen haben. Da müssen wir sehr gut trainieren, um zusammen zu wachsen und uns einzuspielen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingen wird.

Warst Du schon einmal in der EWE-Arena, Eurer Heimspielstätte?

Malene Staal:
Leider nicht. Bisher durften wir da noch nicht rein. Aber ich freue mich schon auf unser erstes Heimspiel in der Halle vor unseren Fans. In Halden haben wir in einer viel kleineren Halle gespielt (600 Zuschauer).

Danke für das Gespräch Malene und viel Erfolg in Deiner ersten Saison für den VfL.