27.08.2017 20:02 Uhr - 1. Bundesliga - Felix Buß

Lotto-Cup: Wildungen fordert Bietigheim im Finale bis in die letzte Minute

Nina Müller und die SG BBM Bietigheim sicherten sich am Ende knapp den TitelNina Müller und die SG BBM Bietigheim sicherten sich am Ende knapp den Titel
Quelle: Marco Wolf
In der Schlussminute des Lotto-Cup stieg die Spannung noch einmal ins Unermessliche: Im Finale zwischen dem schon im Vorfeld favorisierten Deutschen Meister SG BBM Bietigheim und der HSG Bad Wildungen setzte Tessa Bremmer bei einem Ein-Tor-Rückstand auf die siebte Feldspielerin. Erst die letzte Situation entschied die Partie dann zugunsten Bietigheims, da Roth den finalen Siebenmeter parierte. In einem Shoot-Out um den dritten Platz bezwang unterdessen Neckarsulm Leverkusen. Ketsch, Zwickau, Nellingen und die nicht mehr ganz frisch wirkende FSG Waiblingen/Korb, das Überraschungsteam des Samstags, belegten in der Finalrunde die weiteren Plätze.

Die Spielerinnen der FSG Waiblingen/Korb wirkten am zweiten Turniertag nach dem furiosen Samstag etwas müde. Im ersten Sonntagsspiel gab es ein 10:13 gegen den BSV Sachsen Zwickau, wodurch in der Gruppe alle vier Teams, auch Neckarsulm und Leverkusen wieder Chancen auf den Finaleinzug hatten.

Da Leverkusen Waiblingen deutlich mit 19:9 bezwang, konnte die Mannschaft von Renate Wolf Zwickau noch überholen und zog ebenso wie die im direkten Duell siegreiche Neckarsulmer Sport-Union ins Halbfinale ein. Dort war für die Werkselfen allerdings gegen den späteren Turniersieger Bietigheim mit 12:17 Endstation. Bad Wildungen besiegte Neckarsulm deutlich knapper, mit 16:14. Im Siebenmeterwerfen um Rang drei hatte dann die NSU die Nase vorn.

Bad Wildungen war wohl einer der glücklichsten Halbfinal-Teilnehmer in der Geschichte des Lotto-Cups. Nach der Finalrunde punktgleich mit den Kurpfalzbären Ketsch, wiesen die Vipers auch die identische Tordifferenz (+2) auf. Da sie jedoch zwei Treffer mehr (47) erzielt hatten, ging es für sie ins Halbfinale gegen Neckarsulm (16:14).

Im dramatischen Endspiel gegen die SG BBM Bietigheim blieb es ebenfalls über 30 Minuten spannend. Mit sieben Feldspielerinnen sprang bei 9:10-Rückstand noch ein Siebenmeter für Bad Wildungen heraus. Martin Albertsen wechselte die gut haltende Valentyna Salamakha gegen Nicole Roth aus. Die parierte den Siebenmeter von Anouk Nieuwenweg und sicherte Bietigheims Finalsieg.

Mit dem Duell zwischen Bietigheim und Leverkusen kam es übrigens zu einer Partie, die in zwei Wochen in der Bundesliga bevorsteht. Zwickau verzichtete hingegen auf das Platzierungsspiel gegen Ketsch, das alsbald in der zweiten Liga stattfinden wird und überließ den Kurpfälzerinnen damit den fünften Platz.

Im Spiel um Rang sieben bezwang Nellingen die "Tiger" aus Waiblingen mit 16:14. "Hornets"-Spielmacherin Louisa Wolf konnte dabei, wegen einer Blessur am Fuß, nur zusehen. Der ersatzgeschwächte Erstliga-Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach entschied die B-Runde des Turniers für sich und wurde Neunter vor Neu-Zweitligist HCD Gröbenzell und der SG H2Ku Herrenberg. Der LK Zug schnitt als punktgleicher Elfter als bester ausländischer Teilnehmer des Lotto-Cups ab.


Siegerbild der SG BBM Bietigheim - Foto: Michael Schmidt


Abschlussklassement:

1. SG BBM Bietigheim
2. HSG Bad Wildungen Vipers
3. Neckarsulmer Sport-Union
4. TSV Bayer 04 Leverkusen
5. Kurpfalzbären Ketsch
6. BSV Sachsen Zwickau
7. TV Nellingen
8. FSG Waiblingen/Korb

9. HSG Bensheim-Auerbach (Sieger B-Runde)
10. HCD Gröbenzell
11. SG H2Ku Herrenberg und LK Zug
13. DJK/MJC Trier
14. TSV Kandel
15. SG BBM Bietigheim 2
16. FSG Ober-Eschbach

17. Sokol Pisek (Sieger C-Runde)
18. GC Amicitia Zürich
19. PSV Eindhoven.