24.08.2017 09:33 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Thüringer HC absolviert gegen Halle-Neustadt "ein Testspiel, wie man es sich wünscht"

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Marco Schultz
Traditionell in der Saisonvorbereitung stellte sich der Thüringer HC auch in diesem Jahr dem Mühlhäuser Publikum vor. Gegner waren die Wildcats aus Halle. Die Thüringerinnen zeigte eine tolle Leistung und feierten ein ungefährdetes 44:17 (21:8). Beste THC-Torschützin war Anne Hubinger mit sieben Treffern. Für Halle war Helena Mikkelsen neunmal erfolgreich. Trainer Herbert Müller wechselte auf der Torhüterposition alle zehn Minuten. Die noch nicht auskurierten Annika Niederwieser und Nina Schilk wurden noch nicht eingesetzt.

Den ersten Treffer erzielte Alexandra Mazzucco von der Außenposition. Im Gegenzug konnte Dinah Eckerle parieren und schickte Saskia Lang zum Tempogegenstoß, den diese sicher verwandelte. Die Gäste aus Halle konnte die Anfangsphase ausgeglichen gestalten. Die sichere Abwehr des THC konnte einige Bälle abfangen und führte in der 8.Minute mit 4:3. Anne Hubinger gelang der nächste Treffer mit einem sehenswerten Wurf aus dem Rückraum. Von der achten Minute an konnten sich die Thüringerinnen jedoch absetzen.

Das temposcharfe THC-Angriffsspiel konnte meist nur durch Fouls unterbunden werden. Im Angriff leisteten sich die Gäste zusätzlich einige Ballverluste, die die Thüringerinnen eiskalt nutzten. Sinnbildlich dafür der Treffer zum 8:3 - Iveta Luzumova erkämpfte sich den Ball nach dem Hallenser Anwurf und verwandelte den Angriff im Alleingang sicher. Dinah Eckerle glänzte mit einigen guten Paraden - in der zehnten Minute kam Jana Krause für sie in den Kasten des THC.

Der Rückraum des Thüringer HCs konnte bis dahin überzeugen. Beate Scheffknecht und Anne Hubinger erzielten sehenswerte Tore aus der zweiten Reihe. Iveta Luzumova und Kerstin Wohlbold setzten sich mehrfach im 1-gegen-1 durch. Der THC baute die Führung weiter aus. Beim 13:5 wurde auch einmal die Kreisspielerin gut freigespielt - Josefine Huber markierte den Treffer. Halle verzweifelte an der Abwehr der Gastgeberinnen. Sie fanden kaum noch Mittel, um das Bollwerk zu knacken. Viele Ballverluste waren die Folge, die der THC weiter zu einfacheren Toren nutzte.

Herbert Müller nutzte die komfortable Führung jetzt für viele Wechsel. Alle aufgebotenen Spielerinnen bekamen auch ausreichende Einsatzzeiten. In der 25. Minute wurde die Differenz dann zum ersten Mal zweistellig. Dinah Eckerle parierte erneut stark und schickte Kerstin Wohlbold zum Tempogegenstoß. Die Kapitänin passte auf Meike Schmelzer, deren herrlicher Heber Sonderbeifall der zahlreich erschienenen Mühlhäuser Handballfans brachte. Bei den Gästen fiel Helena Michelsen besonders positiv auf. Sie war Dreh- und Angelpunkt des Spiels der Hallenserinnen und erzielte die meisten Treffer. Den Pausenstand von 21:8 markierte Iveta Luzumova von der Siebenmeterlinie.

Beate Scheffknecht eröffnete mit einem Rückraumtreffer die zweite Halbzeit. Die Thüringerinnen zeigten heute auf allen Positionen eine ansprechende Leistung. Auch das Anspiel an den Kreis wurde heute viel erfolgreich eingesetzt. Meike Schmelzer traf nach Pass von Beate Scheffknecht zum 26:9 (36. Minute). Bei den Gästen glänzte weiterhin Helena Mikkelsen. Sie erzielte den zehnten Treffer für ihr Team. Meike Schmelzer zeigte sich treffsicher vom Kreis und im Tempogegenstoßdrehte - der Kreisspielerin gelangen in dieser Phase vier Tore in Folge.

Die Abwehr der Gastgeberinnen zeigte sich auch in der zweiten Halbzeit stabil und sicher. Halle fiel es schwer, Lücken zu finden. So wurden viele Bälle leichte Beute der THC-Abwehr. Die Thüringerinnen liefen einen Tempogegenstoß nach dem anderen, so auch zu den Treffern zum 33:12 und 34:12 durch Lydia Jakubisova und Saskia Lang (45. Minute). Saskia konnte in der zweiten Halbzeit immer weiter an Sicherheit gewinnen. Einen Rückraumkracher setzte sie ins Hallenser Gehäuse zum 35:13.

Auch Gordona Mitrovic konnte sich nun noch mehrmals in die Torschützenliste eintragen. Sie erzielte die THC-Tore 35 bis 37. Fünf Minuten vor dem Ende wurde wieder die taktische Variante der siebten Feldspielerin getestet. Zwei Kreisspielerinnen sorgten für viel Gefahr vom Kreis, was für Anne Hubinger noch mehr Freiraum bedeutete, den diese zum 42:15 nutzte. 30 Sekunden vor dem Ende nahm Herbert Müller seine letzte Auszeit. Der abschließende Treffer war noch einmal etwas für das Handballherz - ein wunderschöner Pass von Anne Hubinger auf Alexandra Mazzucco, diese legt auf Gordona Mitrovic ab, die per Kempa zum Endstand von 44:17 einnetzt.

"Wir wollten heute mehrere Dinge üben, was uns zu 100 Prozent gelungen ist. Ich habe heute ein bis zwei Möglichkeiten gesehen, wie wir die Abwehr auch in der Liga stellen können", so THC Trainer Herbert Müller, der ergänzt: "Alle Spielerinnen haben sich optimal eingesetzt. Es war ein Testspiel, wie man es sich wünscht. Ich bin zufrieden damit, wie meine Mannschaft aufgetreten ist."