19.08.2017 09:39 Uhr - 1. Bundesliga - Falk Freytag u. Roman Knabe, PM THC

Thüringer HC holt im ersten Test vor heimischer Kulisse einen deutlichen Erfolg

Dinah EckerleDinah Eckerle
Quelle: Marco Schultz
Nur einen Tag Pause gönnte Trainer Herbert Müller seinem Team. Im ersten von zwei Testspielen gegen den rumänischen Erstligisten aus CLuj gab es danach einen ungefährdeten 33:22 (15:11) Erfolg des Thüringer HC. Die meisten Treffer erzielte Alexandra Mazzuco, zudem konnten sich beide THC Torhüterinnen auszeichnen: Dinah Eckerle mit 9/2 und Jana Krause mit 7/2 Paraden waren ein guter Rückhalt vor 500 Zuschauern, die zu ungewohnt später Stunde eingefunden hatten.

Siebzig Minuten hatte der Thüringer HC in dieser Woche gegen den niederländischen Vizemeister bestritten, ein Test, der einige Blessuren nach sich gezogen hatte - neben Iveta Luzumova und Anika Niederwieser mussten so auch Beate Scheffknecht und Nina Schilk am Freitag eine Spielpause einlegen. Dinah Eckerle, Lydia Jakubisova, Anne Hubinger, Meike Schmelzer, Gordana Mitrovic, Kerstin Wohlbold und Saskia Lang bildeten die Startformation.

Nach einem 2:2 Gleichstand waren es Lydia Jakubisova und Saskia Lang, die nach Ballgewinnen zwei "leichte" Treffer zur 4:2 Führung erzielten. Die Abwehr des THC arbeitete sehr dynamisch und immer wieder führte das zu Ballverlusten bei den Rumäninnen. Meike Schmelzer ging auf und davon und traf zum 5:3 für die Gastgeberinnen. In der zehnten Minute konnte Torhüterin Dinah Eckerle einen Strafwurf von Florina Chintoan abwehren und im Gegenzug schaffte Lydia Jakubisova die 6:3 Führung.

Im Wechsel kam Macarena Aguilar für Saskia Lang - Anne Hubinger traf aus dem Rückraum zum 7:3. Dinah Eckerle erwischte einen glänzenden Tag - auch den zweiten Strafwurf, diesmal von Corina Biris geworfen, konnte sie meistern. Kurz darauf machte es Anne Hubinger auf der Gegenseite besser: Ihr Strafwurf saß und der THC hatte die Start-Viertelstunde mit 8:3 für sich entschieden. Eine stabile Abwehr mit einer hellwachen Dinah Eckerle brachte die Thüringerinnen weiter nach vorn und nach dem nächsten Treffer von Maike Schmelzer lagen bereits sechs Tore zwischen den Konkurrenten.

Mit einem schönen Pass bediente Kerstin Wohlbold Lydia Jakubisova, die das 10:4 erzielte. Die Gäste konnten jetzt mit dem ersten verwandelten Strafwurf verkürzen, beim THC wurde unterdessen munter weiter gewechselt: Julia Redder kam für Kerstin Wohlbold ins Spiel. Neun Minuten vor dem Seitenwechsel hatte Cluj auf fünf Tore verkürzt, doch eine wiederum starke Parade und ein sehenswerter Pass von Eckerle auf Schmelzer brachte den nächsten leichten Treffer für THC. Cluj ließ sich nicht abschütteln, die Gastgeberinnen lagen aber weiterhin mit fünf Toren in Front: Julia Redder hatte den 16. Treffer beim Spiel 7 gegen 6 in der Hand, doch der Ball sprang vom Pfosten ins Feld zurück und ermöglichte Cluj noch einen Treffer ins leere THC-Tor. Mit dem 15:11 ging es in die Kabinen.

Die zweite Hälfte begann der Thüringer HC mit Jana Krause im Tor - für Lydia Jakubisova kam jetzt Alexandra Mazzucco auf die Rechtsaußenposition. Und die traf gleich mal aus dem Rückraum brachte den THC mit 17:13 nach vorn. Dann kam eine schwächere Phase der Gastgeberinnen: Cluj-Napoca kam mit einem Doppelschlag auf zwei Tore heran, auch weil im Spiel 7 gegen 6 der Ball vertändelt wurde. Doch Gordana Mitrovic und Kerstin Wohlbold legten wieder vor und beim 19:15 war der Abstand wieder auf vier Tore angewachsen.

Jana Krause blieb in einem weiteren Duell von der Siebenmeterlinie Siegerin und knüpfte nahtlos an die Leistung von Eckerle an. Den Ausschlag für den THC bildete auch in dieser Phase die Abwehrarbeit - gegen den starken THC-Mittelblock fanden die Rumäninen aus der zweiten Reihe kaum eine Lücke. Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte der THC dann durch Treffer von Aguilar und zweimal Mazzucco das Ergebnis auf 24:16 geschraubt - mit diesem Zwischenspurt schien das Spiel entschieden.

Für den 25. Treffer, ein sehenswertes Zusammenspiel von Huber, Mitrovic und Aguilar, gab es Sonderbeifall des Hallenpublikums. Zehn Minuten vor dem Ende der Partie gelang Alexandra Mazzucco ihr sechster Treffer und im Gegenzug hielt auch Jana Krause ihren zweiten Strafwurf. Es gab noch einen schönen Fernwurftreffer von Youngster Julia Redder zu beklatschen - das Spiel war entschieden, das Ergebnis wurde immer deutlicher. Doch noch gab es zweimal Grund zum Jubeln für die heimischen Fans: Anne Hubinger erzielte mit dem 30:20 die erste Zehn-Tore-Führung im Spiel und Jana Krause konnte nach Ballverlust im Spiel 7 gegen 6 mit einem Sprint und spektakulärem Hechtsprung den Ball vor dem Einschlagen ins Tor abfangen. Am Ende hieß es 33:22.