09.08.2017 08:57 Uhr - 1. Bundesliga - PM TuS Metzingen, red

Erster Fingerzeig: TuS Metzingen ringt Europapokalsieger Rostov-Don ein Remis ab

Trainer René Hamann-Boeriths war zufrieden: "Wir haben von Beginn eine sehr gute Abwehr gestellt und in den ersten Minuten keinen Wurf aufs Tor zugelassen."Trainer René Hamann-Boeriths war zufrieden: "Wir haben von Beginn eine sehr gute Abwehr gestellt und in den ersten Minuten keinen Wurf aufs Tor zugelassen."
Quelle: René Weiss
Zwei Tage nach dem letzten Spiel beim topbesetzten Wittlich-Cup testete die TuS Metzingen im Rahmen ihres Kurz-Trainingslagers in Bitburg gegen den amtierenden EHF-Cup-Sieger aus Rostov-Don. Musste man sich gegen das russische Starensemble in beiden Halbfinals des letztjährigen Europapokal-Wettbewerbs noch geschlagen geben, so konnte man am Dienstag mit dem 25:25 (12:14) einen kleinen Achtungserfolg erzielen.

Bis auf Stina Karlsson und Dorina Korsos konnte das Trainerteam alle Spielerinnen der TuS Metzingen an diesem Abend testen und einsetzen. Von Beginn an stellten die Pink Ladies eine kompakte und stabile Abwehr aufs Parkett, die es dem russischen Angriffswirbel schwer machte einfache Tore zu erzielen. Im Gegensatz zum April dieses Jahres ließ man Rostov-Don nicht davonziehen und kam durch das eigene Tempospiel zu eigenen Treffern. Bis zur Halbzeit blieb man auf Tuchfühlung und die Gäste aus Russland konnten lediglich eine zwei Tore Führung mit in die Kabinen nehmen.

Den besseren Start in die zweiten 30 Minuten erwischte Rostov-Don H.C. die den Abstand auf die TusSies ausbauen konnten. Doch das Team von René Hamann-Boeriths agierte trotz Rückstand nicht hektisch, sondern spielte sich in den entscheidenden Situationen immer wieder gute Torchancen heraus. Auch in der Abwehr standen die Ermstälerinnen wie in den ersten Minuten sicher und verkürzten Tor um Tor, um schlussendlich den Spielstand zu egalisieren. Am Ende stand ein 25:25 auf der Anzeigentafel und die TuS Metzingen beendet damit das kurze Trainings-Intermezzo in Bitburg und macht sich auf die Rückreise ins Württembergische. Am Ende hätte man sogar noch den Sieg mit in die 7-Keltern-Stadt nehmen können, musste sich aber aufgrund einiger vergebenen Chancen mit der Punkteteilung zufriedengeben.

"Wir haben von Beginn eine sehr gute Abwehr gestellt und in den ersten Minuten keinen Wurf aufs Tor zugelassen", lobte TuS-Trainer René Hamann-Boeriths. "Auch in der Folge hat die Mannschaft viele taktische Dinge, die wir im Training üben, umgesetzt. Vor allem in den in den wichtigen Situationen haben sie sich sehr disziplinierte verhalten und nicht nur mit Tempo, sondern auch mit Kopf gespielt. Es war heute die wahrscheinlich beste Leistung, seit ich in Metzingen Trainer bin und weiterer Schritt in dir richtige Richtung."

Julia Behnke zog ebenfalls positive Schlüsse: "Wir haben eine sehr kompakte Abwehr gestellt und eine gute Temposteuerung gehabt, auch in hektischen Phasen. Natürlich haben wir einige Fehler gemacht und einfache Bälle weggeben, aber wir haben immerhin gegen Rostov-Don gespielt und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Für den Stand der Vorbereitung dürfen wir mit der Leistung zufrieden sein und freuen uns nach Turnier und Spiel auf einen Tag Regeneration".

So spielten die TusSies: Jasmina Jankovic, Isabell Roch; Marlene Zapf (2), Delaila Amega, Monika Kobylinska (4), Anna Loerper (1), Shenia Minevskaja (7/3), Annika Ingenpaß, Ina Großmann (2), Maren Weigel (3), Kelly Vollebregt (3), Marija Obradovic, Katharina Beddies (2), Julia Behnke (1)