28.07.2017 16:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM Buxtehuder SV

Buxtehude in Japan: In Trainingseinheiten und Testspielen mit japanischen Teams sportlich gefordert

Seit vergangenem Freitag ist der Buxtehuder SV im zehntägigen Trainingslager in Japan. Auf Initiative der Präfektur Tokushima ist der Deutsche Pokalsieger an die Ostküste der kleinsten Hauptinsel Japans gereist, um den Handballsport im Hinblick auf Olympischen Spiele 2020 in Tokio populärer zu machen. Neben der Botschafter-Rolle, die der BSV mit einem Turnier, einem TV-Auftritt, Schulbesuchen und gemeinsamen Trainings mit japanischen Mannschaften ausfüllte, galt es natürlich auch, die eigene Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison nicht aus dem Auge zu verlieren.

Nach drei Tagen mit Training und Spielen im eigens für den BSV-Besuch umgebauten Asty-Kongresszentrum und dem trainingsfreien Montag, ging es für den Buxtehuder SV in den Naruto-Sportpark. Dort, wo im nächsten Sommer auch die Männer-Nationalmannschaft seine Zelte aufschlagen wird, arbeitete das Team um Kapitänin Antje Peveling unter perfekten Trainingsbedingungen weiter fleißig. Drei Trainingseinheiten täglich sowie Testspiele mit und gegen japanische Mannschaften standen auf dem straffen Vorbereitungsprogramm.

Durch das teilweise gemeinsame Training mit den Mannschaften von Sony Semikonductor (Japanischer Vizemeister) und Kagawa Ginko trieb der Pokalsieger nicht nur seine Botschafterrolle voran, sondern war auch sportlich gefordert. "Das schnelle Spiel der Japanerinnen ist genau das Richtige in dieser Phase der Vorbereitung", sagt BSV-Trainer Dirk Leun.

Bereits am Wochenende traf der BSV beim Turnier in Tokushima auf Sony und Kagawa (30:20 und 33:28) und auch in Naruto spielten die Niedersachsen erneut gegen beide Mannschaften. Als Trainingsspiel deklariert steigerten sich die Deutschen in der zweiten Auflage der Spiele deutlich, der Trainingsfortschritt war klar erkennbar. "Außerdem lernt man, das japanische Spiel besser zu lesen", sagt Trainer Dirk Leun über die Doppelbegegnungen.

Am Mittwoch setzte sich der BSV in einer hart geführten Partie gegen Sony mit 27:13 durch und schlug am Folgetag Kagawa Ginko 40:23. Besonders in der zweiten Partie wurde die Belastung der vergangenen Trainingswoche langsam spürbar, was viele Unkonzentriertheiten zur Folge hatte. Bereits am Vortag beim Spiel gegen Sony hielten sich flüssige Kombinationen sowie technische Fehler und vergebene Chancen die Waage.

Zwischen den beiden Spielen hatte Dirk Leun ein Sonderlob für drei der jüngsten im Kader übrig. "Unsere drei jungen Ladies machen das bislang sehr ordentlich und haben den Abstand zum Bundesliga-Niveau ein gutes Stück verringern können", so der BSV-Coach über Lisa Borutta, Natalie Axmann und Katahrina Meier. Generell ist Leun mit der Reise nach anfänglichen Bedenken zufrieden. "Sportlich läuft es bislang sehr ordentlich. Die Balance zwischen der zu diesem Zeitpunkt notwendigen athletischen Schwerpunktsetzung im Training und der Belastung durch die vielen Testspiele haben wir ganz gut hinbekommen", sagt Dirk Leun.

Mittwochnachmittag treffen die Buxtehuder in einem letzten Test auf Mie Violet Iris. Beim Team aus der Nähe von Osaka stehen kurioserweise zwei Trainer an der Seitenlinie, die durch acht, beziehungsweise zwei Jahre Handball in Emsdetten und Pirna gut deutsch sprechen können. Das Spiel gegen Mie Violet wurde extra vorverlegt, damit die Mannschaft am Abend noch per Seilbahn auf die Spitze des Bizan-Berges fahren kann. Von dort soll man eine grandiose Aussicht über Tokushima genießen können.

Eine Krafteinheit am Samstag früh und noch Training mit Schülern in Tokushima, dann geht es am Sonntag ab ins Flughafenhotel Osaka. Für die Spielerinnen und Betreuer des Buxtehuder SV endet mit dem Rückflug am Montag eine unvergessliche und einzigartige Reise.