25.07.2017 17:30 Uhr - 1. Bundesliga - jun

Ex-Nationalspielerin Kathrin Blacha: Heim-WM ist "eine tolle Chance"

Kathrin BlachaKathrin Blacha
Quelle: jun
222 Spiele absolvierte Kathrin Blacha im Nationaltrikot und gewann 1997 und 2007 jeweils WM-Bronze. Die Kreisläuferin hat damit bereits erlebt, was die aktuelle Frauen-Nationalmannschaft noch vor sich hat: Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land. "Es ist etwas ganz, ganz besonderes und man hat eine tolle Chance", erinnert sich Blacha am Rande des "Megawoodstock" in Aschersleben, wo sie für das "Team Jurack" auflief ...

Kathrin, das "Team Jurack" hat in diesem Jahr beim Megawoodstock erneut einen Sieg feiern können. Wie fällt dein Fazit aus?

Kathrin Blacha:
Wir haben uns am Anfang sehr, sehr schwer getan; man merkt natürlich voll, dass wir alle ewig keinen Ball mehr in der Hand hatten. Das war unser Problem, auch mit dem Harz. Wir haben es ja dann aber doch noch gemacht (lacht)

So, wie Grit auch nach dem Spiel gesagt: Den Gegner am Erfolg schnuppern lassen und dann wegziehen ?

Kathrin Blacha:
Genau, das war voll unsere Taktik (lacht). Wir lassen es schön eng und sie sollen glauben, dass sie es schaffen, aber dann kommt uns am Ende doch die Erfahrung zu Gute.

Hast du zurzeit - außer dem Megawoodstock - noch etwas mit Handball zu tun?

Kathrin Blacha:
Vor ein paar Jahren habe ich noch eine Mannschaft in der Bayernliga trainiert, aber aktuelle gar nicht mehr. Das letzte Mal hatte ich einen Ball tatsächlich beim Megawoodstock vor einem Jahr in der Hand. Es macht hier immer so einen Spaß, am liebsten würde ich dann direkt wieder anfangen - aber dafür habe ich dann doch ein paar Jahre zu viel auf dem Buckel (schmunzelt).

Du blickst auf eine erfolgreiche Karriere zurück - und hast unter anderem 1997 im eigenen Land die WM-Bronzemedaille gewonnen. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat dieses Heimturnier im Dezember vor der Brust. Was ist das für ein Gefühl, im eigenen Land bei einer Weltmeisterschaft auflaufen zu dürfen?

Kathrin Blacha:
Das ist super cool! Ich kann voll verstehen, dass die Mädels sich da jetzt tierisch drauf freuen. Es ist etwas ganz, ganz besonderes und man hat eine tolle Chance. Man spürt einfach das Publikum im Rücken und möchte etwas zurückgeben und allen zeigen: "Guckt mal, wie geil das ist, was wir hier können."

Ist die Freude über das Publikum im größer - oder der Druck?

Kathrin Blacha:
Ein gewisser Druck ist natürlich da, man will sich ja zeigen. Es ist ja auch eine Chance, denn zu Hause hat man es manchmal einen Tick leichter. Die Freude bei einer Heim-WM überwiegt aber ganz klar!

Wie wichtig wäre ein gutes Abschneiden bei der Heim-WM aus deiner Sicht für den Frauenhandball?

Kathrin Blacha:
Total wichtig. Zuletzt gab es unter anderem durch die Insolvenz des HC Leipzig einige Negativnachrichten, daher wäre es ganz, ganz toll, wenn unsere Frauen-Nationalmannschaft im Dezember etwas reißen könnte.

Zum Abschluss ein Wort noch zu diesem Event: Wie gefällt es dir beim Megawoodstock?

Kathrin Blacha:
Super schön! Wir haben gehört, dass es jetzt jedes Jahr wieder stattfinden soll und freuen uns tierisch darüber. Ich hoffe, es wird noch lang, lang so weiter gehen.