03.03.2007 16:12 Uhr - 1. Bundesliga - Christopher Monz

Trierer Hiobsbotschaften hören nicht auf: Kreuzbandriss bei Simona Roubinkova

Simona Roubinkova Simona Roubinkova
Quelle: Christopher Monz

Eigentlich dachten die Verantwortlichen der DJK/MJC Trier es könnte nicht mehr schlimmer kommen was die Personalsituation bei den Trierer Miezen angeht. Mit Isabel Henker fehlt Trainer Mane Skercevic schon seit Saisonbeginn eine wichtige Alternative für den Rückraum nach ihrem Kreuzbandriss aus der letzten Saison. Als die Miezen mit dem kleinsten Kader aller Spitzenmannschaften in die Saison gestartet sind war klar, dass jeder weitere Ausfall die ehrgeizigen Saisonziele erheblich gefährden würde. Seit Wochen fallen mit Jana Arnosova (Fußgelenksverletzung) und Svetlana Mozgowaja (Schwangerschaft) zwei weitere Stammspielerinnen aus, zuletzt zog sich Nationalspielerin Laura Steinbach beim Auswärtsspiel in Oldenburg einen Kreuzbandriss zu. Doch damit nicht genug, am vergangenen Donnerstag erwischte es nun auch noch Simona Roubinkova. Die tschechische Nationalspielerin, seit Wochen in überragender Form und eine der absoluten Leistungsträgerinnen zog sich im Einsatz mit ihrer Nationalmannschaft ebenfalls einen Kreuzbandriss zu und fällt damit mindestens ein halbes Jahr aus.

„Wir sind völlig geschockt und sprachlos, wir konnten bereits vor dem Ausfall von Simona die vielen Verletzten nicht mehr kompensieren“, so Miezen Vorstand Martin Rommel in einer ersten Stellungnahme. Da durch das Ende der Wechselfrist nur noch vereinslose Spielerinnen verpflichtet werden dürfen, wird Ersatz für Roubinkova wohl zunächst wieder aus den eigenen Reihen kommen müssen. Mit Eva Lennartz würde Elena Verechtchako nach Antonia Pütz, Caroline Thomas und Katrin Schneider bereits die vierte Spielerin aus der Regionalligamannschaft der Miezen für die Bundesliga abstellen müssen.

Die Miezen haben bereits nach der Verletzung von Laura Steinbach, die das Krankenhaus nach ihrer gut verlaufenden Kreuzbandoperation bereits wieder verlassen hat, und der fast sicheren Play Off Teilnahme die Saisonziele korrigiert, dennoch soll mit dem letzten verbleibenden Häuflein gesunder Spielerin gegen Frisch Auf Göppingen noch der Sprung zur Pokalendrunde nach Riesa geschafft werden. „Unsere Mannschaft bringt trotz der vielen Rückschläge seit Wochen starke Leistungen, die in der aktuellen Situation keinesfalls selbstverständlich sind oder überhaupt zu erwarten waren“, so Rommel abschließend.

Den Miezen bleiben mit Oxana Pal, Silke Meier, Maren Baumbach und Anja Althaus neben den beiden Torhüterinnen Alexandra Gräfer und Maike März lediglich vier Feldspielerinnen aus dem in die Saison gestarteten Bundesligakader.