20.05.2017 18:52 Uhr - Weltmeisterschaft - PM HVW

Ex-Nationalspielerin Maren Baumbach: "Weltmeisterschaft im eigenen Land ist ein Riesenerlebnis"

Maren BaumbachMaren Baumbach
Quelle: fotoknobi.de
Sie weiß, wovon sie spricht: "Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist eine Riesensache und ein Riesenerlebnis und ich möchte dazu beitragen, dass wir in Bietigheim-Bissingen an den fünf Spieltagen eine volle Halle haben. Außerdem will ich viele Kinder und Jugendliche motivieren, in die EgeTrans Arena zu kommen und dann sogar selbst Handball zu spielen." Maren Baumbach, 2007 Bronzemedaillengewinnerin bei der WM in Frankreich, ist für den Handballverband Württemberg (HVW) die "WM-Botschafterin".

Die gebürtige Cannstatterin bestritt 120 Länderspiele für Deutschland und warf dabei 341 Tore. Sie war zu ihrer Zeit eine der besten Rückraum-Mitte-Spielerinnen und wurde 2003 als Spielmacherin mit den Trierer "Miezen" und mit Trainer Dago Leukefeld Deutscher Meisterin und Vize-Pokalsiegerin. "Ich habe selbst den Schwung der Weltmeisterschaft 1997 in Deutschland mitgenommen, man wird bei einer Heim-WM von vielen Leuten unterstützt", erinnert sich die Sport- und Mathematiklehrerin am Gustav-Stresemann Gymnasium Schmiden. "Und wenn man dann so eine Welle erwischt, dann kann Großes passieren: volle Hallen, von den Medien getragen, durch euphorische Fans unterstützt - viel wird natürlich auch vom Abschneiden unserer Nationalmannschaft abhängen!"

Nach den Olympischen Spielen 2008 in Peking trat sie aus der Nationalmannschaft zurück, mit der sie 2004 bei den Europameisterschaften in Ungarn Fünfte und bei der EM 2006 in Russland Sechste geworden war. Bereits mit der deutschen Jugendauswahl und dem Juniorenteam gewann sie Edelmetall, bei der Jugend-EM 1999 und bei der Junioren-WM 2001 wurde ihr jeweils Bronze umgehängt. "Das waren tolle Zeiten", schwärmt sie heute davon.

Maren Baumbach (26), ist in Fellbach-Oeffingen aufgewachsen. "Bei den Minis war ich Torwart, doch als wir einmal mit 1:14 verloren haben, hatte ich genug und wechselte in den Rückraum", denkt sie mit einem Schmunzeln an ihre Anfänge als Handballspielerin zurück. Als sie 14 Jahre alt war, ging sie zum VfL Waiblingen und holte mit der A-Jugend des VfL 1998 und 1999 den Deutschen Meistertitel zusammen übrigens mit Nadine Krause, die später "Welthandballerin" wurde. Es folgten weitere Stationen: TuS Metzingen, Eintracht Minden, Trier, und 2007 zum FC Kopenhagen Handbold. "Dort habe ich dänisch gelernt und 2009 den Europapokal der Pokalsieger gewonnen." Außerdem wurde sie als "beste Spielerin der dänischen Liga" ausgezeichnet. 2010 kam sie zurück ins Ländle und spielte unter anderem mit Silke Meier und Nadine Härdter beim VfL Sindelfingen. Als der VfL dann insolvent war, beendete sie ihre Handball-Laufbahn.

HVW-Präsident Hans Artschwager hat sie dann angesprochen, ob sie nicht WM-Botschafterin für die Vorrundengruppe in Bietigheim-Bissingen werden wolle. Maren Baumbach hat spontan zugesagt. Sie will durch unterschiedliche Events, bei Diskussionen und in Schulen Werbung für die Weltmeisterschaft machen und das Event zu einem großen Erfolg für Kids machen. "Der HVW und die WM-Stadt planen ein Riesen-Rahmenprogramm, und ich wünsche mir, dass wir ein bisschen Euphorie entfachen können, ähnlich wie 2007 bei der Männer-WM."

Titelverteidiger Norwegen als Gruppenkopf findet sie eine "super Sache", auch auf den geplanten Treff ehemaliger Auswahlspielerinnen aus Württemberg freut sie sich schon sehr. "Vielleicht entschließen sich ja durch die WM einige Mädchen, Handball zu spielen", hofft Maren Baumbach. Dafür wolle sie sich einsetzen und "ins Spiel bringen", wo Kinder zu begeistern sind: im Rahmenprogramm, bei Mädchencamps oder der Mini-WM "und beim Grundschulaktionstag mit Kindern arbeiten - das hat mir schon mehrmals Spaß gemacht!"