20.05.2017 11:20 Uhr - 1. Bundesliga - PM HCL, red

Letztes Heimspiel: Hochkarätige Abschiede bei Leipzig gegen Göppingen

Für Shenia Minevskaja und weitere Stammspielerinnen wird es das letzte Spiel mit Leipzig sein.Für Shenia Minevskaja und weitere Stammspielerinnen wird es das letzte Spiel mit Leipzig sein.
Quelle: Sebastian Brauner
Am Samstagabend steht für das Bundesligateam des HC Leipzig mit der Partie gegen Frisch Auf Göppingen das letzte Spiel der aktuellen Saison an, Anwurf in der Leipziger ARENA ist um 18 Uhr. Ob es der vorerst letzte Auftritt in der 1. Bundesliga sein wird, entscheidet sich außerhalb des Spielfeldes in den nächsten zwei Wochen.

Dabei werden sicherlich nicht nur die 60 Minuten auf dem Parkett für spannende und emotionale Momente sorgen, denn nach einer turbulenten Saison stehen nach dem Spiel auch zahlreiche Verabschiedungen von Spielerinnen an, welche den Verein zum Saisonende verlassen werden.

Insgesamt sechs Spielerinnen, Shenia Minevskaja, Anna Hubinger, Franziska Mietzner, Karolina Kudlacz-Gloc, Luisa Sturm sowie Saskia Lang werden im Spiel gegen Göppingen zum vorerst letzten Mal das Blau-Gelbe Trikot überstreifen bzw. ihr Team von außen anfeuern, ehe es sie meist zu direkten Ligakonkurrenten zieht.

"All diese Spielerinnen haben tolle Verdienste für den Verein sowie den Leipziger Frauenhandball und diesen in den letzten Jahren entscheidend mit geprägt. Es versteht sich daher von selbst, dass diese Momente sicher für alle Beteiligten nicht einfach werden. Ich als Trainer sowie der Verein wollen daher nochmals Danke sagen und alle Spielerinnen gebührend aus Leipzig verabschieden", äußerte sich HCL-Cheftrainer Norman Rentsch zur besonderen Situation.

Doch allen voran soll es am Samstag natürlich auch um das sportliche Geschehen gehen und dort hat sich die Rentsch-Sieben nochmals einen Heimsieg zum Abschluss fest auf die Fahnen geschrieben. Das Hinspiel in Göppingen konnten die Leipzigerinnen knapp mit 27:25 für sich entscheiden und so verspricht auch die heutige Partie gegen den aktuellen Tabellenneunten bereits im Vorfeld jede Menge Spannung.

Neben Hildigunnur Einarsdottir (Blinddarm-OP) müssen die Leipzigerinnen allerdings auch auf Michelle Urbicht verzichten. Die Spielmacherin zog sich im Training eine Zerrung zu und kann daher gegen Göppingen nicht ins Geschehen eingreifen. Trainer Norman Rentsch komplettiert seinen Kader daher erneut mit jungen Talenten aus dem Leipziger Nachwuchs und füllt diesen mit Anna-Lena Plate sowie Pauline Uhlmann auf, was für letztere gar die Bundesligapremiere bedeutet.

Leipzig erhält Lizenz für nächste Saison nur unter aufschiebender Bedingung

Die Handball Bundesliga Vereinigung-Frauen hat am Freitag die Entscheidungen zur Erteilung der Lizenzen für die 1. und 2. Handball Bundesliga bekanntgegeben. Dabei wurde veröffentlicht, dass der HCL mit einem Abzug von vier Punkten bestraft wird und die Lizenz nur unter einer aufschiebenden Bedingung erhält (wir berichteten). "Der HC Leipzig erhält die Lizenz unter einer aufschiebenden Bedingung. Dies bedeutet, dass der Club nur dann die Lizenz für die Saison 2017/18 erhält, wenn binnen einer gesetzten Frist zum 31.05.2017 die Bedingung erfüllt wird." Im Falle der Nichterfüllung erhält der Club keine Lizenz für die Bundesligen und könnte in der dritten Liga antreten.

Stadt Leipzig bewilligt Zuschuss an die HCL GmbH

Die Ratsversammlung der Stadt Leipzig bewilligte zuvor am vergangenen Mittwoch einen einmaligen Zuschuss an die HCL-GmbH in Höhe von 200.000 Euro (wir berichteten), welcher ein Baustein im erstellten Sanierungskonzept ist. In Reihen der Blau-Gelben zeigte man sich sehr dankbar ob des positiven Beschlusses. "Wir sind der Stadt Leipzig sowie allen Stadträtinnen und Stadträten sehr dankbar, welche diesen Antrag eingereicht, unterstützt und für ihn abgestimmt haben. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für den Leipziger Handball ein tolles Zeichen. Wir werden jetzt alle weiteren Bausteine des Sanierungskonzeptes zusammenfügen, um dessen Umsetzung sowie die Auflagen der Stadt zu erfüllen und dem HC Leipzig wieder eine positive Zukunft zu geben", so HCL-Manager Kay-Sven Hähner.