19.05.2017 15:30 Uhr - 1. Bundesliga - TVN

Nellingen muss in Blomberg "schauen, wofür es am Ende reicht"

Pascal MorgantPascal Morgant
Quelle: groundshots.de
Sieben Tage nach der hauchdünnen Derbyheimniederlage gegen Neckarsulm steht für die Bundesliga-Handballerinnen der Schwaben Hornets Ostfildern das letzte Saisonspiel an. Am Samstag, 20. Mai, 18 Uhr, geht?s zum Zehnten HSG Blomberg-Lippe.

Den entscheidenden Schritt zum Klassenverbleib hätte die Mannschaft von Hornets-Coach Pascal Morgant zuletzt machen können, aber Neckarsulm hatte das bessere Ende auf seiner Seite. Nun können die Filder-Handballerinnen den Klassenverbleib zwar nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, aber zumindest alles dafür tun, um vielleicht doch noch drin zu bleiben.

Hierfür ist allerdings ein Sieg im Lipperland dringend erforderlich. Dass dies nicht einfach wird, ist allen, die es mit den Hornets halten klar. Dennoch sind es die letzten 60 Minuten der Saison und die Spielerinnen können sich noch einmal vollkommen verausgaben, ehe die spielfreie Zeit auf dem Programm steht. Und wer weiß, vielleicht ist ja das Unmögliche doch möglich.

Was im Derby auffiel, die Abwehr im Verbund mit den Torhüterinnen funktionierte, und dies sollte auch der Schlüssel zum Erfolg in Blomberg sein. Dagegen gab es in der Offensive noch deutlich Luft nach oben und genau hier wurde in den vergangenen Tagen angesetzt. Auch der Mut, der in den letzten zehn Minuten, der sogenannten Crunsh-Time, fehlte, muss wieder in die Angriffsaktionen zurückkehren.

Nachdem die Filder-Sieben im März und April eine sehr gute Phase hatte und fleißig Punkte sammelte, gab es seit Ostern nur noch den einen Heimzähler gegen Göppingen. Höchste Zeit also, wieder doppelt zu punkten. Wie man lange Serien ohne Sieg beendet, zeigten die Hornets in Neckarsulm und die Sport-Union eben ausgerechnet am letzten Samstag und schob sich damit wieder auf den Nichtabstiegsplatz.

Trotzdem hätte an das Kapitel Klassenverbleib bereits am gleichen Abend ein Hacken gemacht werden können, hierzu hätte allerdings die TG Nürtingen ihr Heimspiel gegen den HC Rödertal gewinnen müssen. Dies gelang jedoch nicht und so haben die Sächsinnen noch die Chance auf Platz drei, der den Aufstieg bedeuten würde, da sowohl Nürtingen als auch die zweitplatzierte SGH Rosengarten-Buchholz keine Lizenz für die erste Liga beantragt haben. Mit einem Sieg in Hannover hätte Nürtingen Platz drei sicher und die Hornets den Klassenverbleib.

Zunächst muss die Morgant-Truppe jedoch auf sich schauen und alles geben, um die Mannschaft von HSG-Trainer Andre Fuhr in Bedrängnis zu bringen. Diese ist eine echte Wundertüte, haben sich doch starke Auftritte gegen die Topteams mit schwächeren gegen Kontrahenten auf Augenhöhe abgewechselt. Mit etwas Glück erwischen die Schwäbinnen die Ostwestfalinnen an einem nicht so guten Tag und können die Punkte entführen. Selbst dann bräuchte es aber Schützenhilfe seitens der TuS Metzingen, die in Neckarsulm vorspielt. "Wir versuchen uns in Blomberg so gut wie möglich aufzustellen und schauen, wofür es am Ende reicht", blickt Morgant auf das letzte Saisonspiel voraus.