19.05.2017 12:50 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM BSV, red

Buxtehudes Trainer Leun fordert: Sieg im Kampf um Europa-Startplatz

Dirk LeunDirk Leun
Quelle: Mario Gentzel
Im Kampf um einen Europapokal-Startplatz wollen die Handballerinnen des Buxtehuder SV am letzten Bundesliga-Spieltag für klare Verhältnisse sorgen. Obwohl dem Team von Trainer Dirk Leun in der Halle Nord am Samstag (18.00 Uhr) ein Punkt gegen die HSG Bad Wildungen reichen würde, um Rang vier gegen Verfolger VfL Oldenburg zu behaupten, forderte der Trainer einen Sieg.

"Wir wollen dieses Spiel gewinnen und nicht am Ende mit Oldenburg punktgleich dastehen, keine Diskussion." Oldenburg bräuchte bei einer Punkteteilung einen Erfolg mit mindestens 32 Toren Unterschied bei Bayer Leverkusen, um noch Platz vier zu erobern.

Leun warnt allerdings vor dem Tabellenelften aus Bad Wildungen. "Wir gewinnen solche Spiele sicher nicht von selbst, aber wenn wir uns von Bad Wildungens aggressivem und kämpferischen Spiel nicht beeindrucken lassen, bin ich sehr optimistisch." Sollte der BSV Rang vier verteidigen, wäre damit die 16. Europapokal-Teilnahme perfekt. "Dann wäre das auch ein zufriedenstellendes Ergebnis in einer Saison nach einem größeren Umbruch", betonte der BSV-Coach.

Für Maxi Hayn, die vor einigen Tagen ihr Karriereende bekannt gegeben hatte, wird es das letzte Heimspiel. Gleiches gilt für Annika Meyer, die den Club nach Saisonende verlassen wird.

Die HSG Bad Wildungen hat mit dem Nicht-Abstieg ihr Saisonziel bereits vor dem letzten Spieltag erreicht, auf Platz 11 stehend hat Bad Wildungen mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun. "Davon sollten wir uns nicht täuschen lassen, Bad Wildungen ist ein sehr unangenehmer Gegner", warnt der BSV-Coach. Dabei bezieht er sich auf die aggressive Deckung der Vipers, welche dem Gegner durch eine laufintensive, risikoreiche Deckung das Leben schwer macht. Dennoch ist die Abwehr der Gäste bei weitem nicht tadellos, viel mehr hat Bad Wildungen mit 758 Gegentreffern die zweitschwächste Abwehr hinter dem TV Nellingen.

In der Offensive haben die Vipers dafür in Laura Vasilescu und Anouk Nieuwenweg zwei echte Tormaschinen. Beide gehören mit 178, beziehungsweise 149 Treffern zu den torgefährlichsten Spielerinnen der Liga. Außerdem hat Bad Wildungen sein Offensivspiel in dieser Saison enorm verbessert. "Besonders im Gegenstoß sind sie extrem gefährlich, das ist eine Aufgabe die wir lösen müssen", so der BSV-Coach