14.05.2017 12:14 Uhr - 2. Bundesliga - PM Ketsch

Mainz chancenlos in Ketsch

Lena EbelLena Ebel
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Fast 600 Zuschauer in der Ketscher Neurotthalle waren Zeuge eines Spiels, in dem die Gäste aus Mainz kaum Gegenwehr leisten konnten. Trainer Thomas Zeitz hatte gehofft, den Bären "ein möglichst enges Spiel" abtrotzen zu können. Doch seine Spielerinnen taten sich enorm schwer mit der starken Abwehr der Gastgeberinnen und einer Sabine Stockhorst im Tor, die wieder einmal ihr großes Können eindrucksvoll demonstrierte.

Nach einer schnellen 5:1 Führung kam Mainz Mitte der ersten Halbzeit zwar besser in die Partie, doch schon zum Seitenwechsel war klar, dass die Mannschaft von Katrin Schneider ihre ausgezeichnete Rückrundenbilanz weiter verbessern sollte. "Das war schon ein besonders emotionaler Tag für uns alle", unterstrich Katrin Schneider die besondere Ausgangslage vor dem Anpfiff. Mit Lena Ebel und Yvonne Rolland verabschiedeten sich zwei Spielerinnen von den Bärenfans, die über lange Jahre das Ketscher Spiel mitgeprägt haben.

Der Verlauf der Begegnung mit den eher harmlosen Gästen bewies aber auch die enorme Breite, die der Kader der Kurpfalz Bären aufweist. Nach dem Ausfall von Kate Schneider als Spielerin ist keine Bärin mehr in der Spitzengruppe der Torschützenliste der zweiten Frauenbundesliga vertreten. Und das, obwohl man mit 815 die drittmeisten Tore in der Liga erzielt hat. Von Spieltag zu Spieltag treten unterschiedliche Spielerinnen in den Vordergrund und machen es daher dem Gegner sehr schwer, sich auf die Bären einzustellen. Diesmal waren es Sina Michels, Saskia Fackel, Lena Feiniler, Yvonne Rolland und Lena Ebel, die die meisten Feldtore erzielten Bären jetzt auf dem sechsten Tabellenplatz.

Dr. Robert Becker war in der Pressekonferenz voll des Lobes für Katrin Schneider und ihr Team: "Wenn uns vor der Runde jemand gesagt hätte, dass mit Kate, Samira Brand und Lena Feiniler gleich drei Spielerinnen aus der Stammformation ausfallen würden, hätten uns alle Experten einen Abstieg vorausgesagt." Besonders in der Rückrunde liefen die Bären zu großer Form auf und konnten neun der letzten zwölf Spiele gewinnen. Selbst wenn das letzte Spiel bei der stark abstiegsgefährdeten SG H2Ku Herrenberg verloren werden sollte, werden die Bären mit einem positiven Punkte- und Torekonto die Saison abschließen. Auch Tom Löbich drückte seinen Stolz auf die bärigen Leistungen aus: "Eigentlich war nicht zu erwarten, dass wir mit unserer jungen Mannschaft den Klassenerhalt so frühzeitig würden sichern können. Das ist nicht nur unserem Kampfgeist zu verdanken, sondern wir haben auch spielerisch überzeugen und unseren Fans attraktive Partien bieten können."