14.05.2017 11:05 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSG

"Druck nach Klassenerhalt weg" - Hannover-Badenstedt verliert in gegen HSG Kleenheim

Roland FriebeRoland Friebe
Quelle: HSG Hannover-Badenstedt
Die "Jungen Wilden" der HSG Hannover Badenstedt mussten sich nach 20:13 zur Halbzeit schließlich mit 32:29 bei der HSG Kleenheim geschlagen geben. Knapp 130 Zuschauer sahen die vorletzte Partie der Saison 2016/2017 in der 2. Bundesliga.

Die Hannoveranerinnen wehrte die Anfangsoffensive von Kleenheim noch ab. Marie Kristin Gerber mit dem Ausgleich zum 5:5 sowie Saskia Rast und Lena Seehausen mit ihren anschließenden Toren zur 7:5 Führung (12.) brachten die "Wilden" zwar in die Vorderhand, aber Kleenheim fand mit der richtigen Einstellung rasch wieder die Kurve und schenkte Badenstedt nun im Minutentakt 7 Treffer in Folge ein.

Beim 7:12 (19.) musste Trainer Roland Friebe die Notbremse über eine Auszeit ziehen. "Man hat deutlich gemerkt, dass bei uns nach dem gesicherten Klassenerhalt der Druck weg war. Die kompromißlose Deckung spielte Kleenheim, die Konter setzte Kleenheim. Dagegen war bei uns Tempo und Effektivität Mangelware", war Friebe mit der ersten Spielhälfte überhaupt nicht zufrieden.

Gastgeber Kleenheim schrieb durch Olivia Reh und Franziska Ringleb nach dem Wiederanpfiff beim 13:22 gar eine 9-Tore Führung auf die Anzeigetafel, dass schien endlich der Weckruf für Badenstedt gewesen zu sein. Für eine Viertelstunde wurde es nun wild in Kleenheim, mit einem 13:4 Lauf waren die "Wilden" nach dem Doppelschlag von Lena Seehausen und anschließenden Ausgleichstreffer durch Alina Defayay zum 26:26 (51.) knapp davor die Partie zu kippen. "Leider haben wir im Anschluss überdreht und die Sache mit individuellen Fehlern ziemlich verplempert", vermisste Roland Friebe in der Schlussphase bei seiner Riege die nötige Cleverness.

Kleenheim sass prompt nach zwei Toren von Jona Jensen zum 26:29 (54.) wieder im Sattel, Badenstedts besonders torhungrige Käpitänin Lena Seehausen konnte lediglich mit drei Toren in den letzten beiden Spielminuten für ein knappes Ergebnis sorgen. "Es hat sich wieder gezeigt, eine starke Viertelstunde reicht beim Handball nicht", befand Badenstedts sportlicher Leiter Bernd Schröder und hatte mit nur einem positiven Gesichtspunkt aufzuwarten. Mit dem letzten Auswärtsspiel sind nun runde 11000 Kilometer für die "Jungen Wilden" endlich abgerollt. Der Vorhang fällt vor der ersten Zweitligasaison der HSG Hannover-Badenstedt am kommenden Samstag gegen die TG Nürtingen im heimischen Salzweg.