05.05.2017 17:58 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Die Bären haben gegen Lintfort etwas gut zu machen

Katrin SchneiderKatrin Schneider
Quelle: Marc Fippel
Ausgerechnet beim Tabellenletzten aus Lintfort hatten die Kurpfalz Bären Anfang Januar einen rabenschwarzen Tag erwischt. Mit 37:31 schickte das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein das Schneider-Team an den Altrhein zurück und machte damals deutlich, dass man nicht gewillt war, in der Abstiegszone zu verharren. Seitdem haben sich jedoch die Vorzeichen bei den beiden Aufsteigern deutlich geändert. Während die Bären in der darauffolgenden Rückrunde 16:8 Punkte einfahren konnten, ging bei Lintfort so gut wie nichts mehr. Drei Spieltage vor Schluss liegt Lintfort so gut wie aussichtslos auf dem letzten Tabellenrang, und auch im Handball sind Wunder nur sehr selten. Schon mit einem Unentschieden wäre man zurück in die dritte Liga verbannt. Anwurf der Begegnung ist am morgigen Samstag um 17:30 Uhr.

Nach dem überraschend klaren Sieg in Haunstetten wollen die Bären auch den Rest der Saison erfolgreich bestreiten. Katrin Schneider machte ihren Spielerinnen im Training klar, dass noch eine Scharte auszuwetzen ist: "In Lintfort haben wir uns ziemlich dämlich angestellt und vor allem in der Defensive völlig versagt. Das gilt es am Samstag wettzumachen", lässt die Bärentrainerin keine Zweifel aufkommen: "Wir wollen unseren Fans und Zuschauern in den noch ausstehenden Spielen zeigen, wie toll sich das Team entwickelt hat, und alle meine Spielerinnen brennen auf Einsatzzeiten."

Bettina Grenz-Klein beklagte auch nach der Heimpleite gegen Herrenberg, dass es ihre Mannschaft einfach nicht schafft, ihr ausgesprochen gutes Potenzial über 60 Spielminuten zu aktivieren. Hochklassige Aktionen wechseln mit unverständlichen Leistungseinbrüchen ab. Da bleibt es in dieser starken Liga nicht aus, dass die Gegner beim Schlusspfiff meist die Nase vorne haben. Beim Vorspiel in Lintfort waren es vor allem die drei Holländerinnen Tatjana van den Broek, Loes Vandewal und Eefje Huijsmann sowie Nanina Klein die den Bären schwer zu schaffen machten.

"Natürlich ist die Stimmung nicht gut. Aber wir haben es selbst verbockt und unsere Chance auf den Ligaerhalt selber verspielt", analysiert TuS Trainerin Bettina Grenz-Klein selbstkritisch. "Ich will aber auch sehen, wer sich trotz der Tabellensituation gut präsentiert und Erkenntnisse für die nächste Saison gewinnen", erklärt Grenz-Klein, dass es keinen lässigen Abgesang aus der Liga geben soll. "Wir wollen die Rückrunde nicht mit nur einem einzigen Sieg gegen Zwickau abschließen und die letzten drei Spiele nutzen, zu zeigen dass wir grundsätzlich mithalten können."