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20.10.2005 08:19 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm

Oldenburger Arena-Serie soll auch gegen Leverkusen halten

"Ein Megaprogramm", sieht VfL-Coach Krowicki auf sein Team, in der momentan die Langzeitverletzte Kim Birke sowie Marion Erfmann fehlen, zu kommen. Am heutigen Donnerstag gastiert der Tabellendritte in Oldenburg, am Samstag reist der VfL dann zum Tabellenführer HC Leipzig. Weitere fünf Pflichtspiele in den nächsten Tagen folgen für den VfL. Für Leverkusen ist das Programm nicht weniger umfangreich, Renate Wolf muß mit ihrem Team am Sonntag zum Meister nach Nürnberg.

VfL-Coach Leszek KrowickiVfL-Coach Leszek Krowicki
Quelle: Hermann Jack
Leverkusen hat zu Saisonbeginn seine bisher einzige Niederlage eingefahren. Seitdem aber ist das Team von Bayer-Trainerin und Geschäftsführerin Renate Wolf ohne Niederlage, kam zu fünf Siegen in Folge und ist nun Dritter – hinter dem 1. FC Nürnberg und dem HC Leipzig. "Für mich ist Bayer ein absoluter Titelkandidat", schätzt auch VfL-Co-Trainerin Maike Balthazar den Gegner als sehr stark ein.

Für sie ist der Höhenflug des Werksclubs keine Überraschung. Gleich sechs aktuelle Nationalspielerinnen hat der Challenge-Cup-Sieger 2005 und 12-malige deutsche Meister in seinen Reihen. Und doch liegt die das Geheimnis der hervorragenden Einzelspielerinnen in der mannschaftlichen Stärke. Denn die letzte spektakuläre Verpflichtung tätigte Wolf vor über einem Jahr als die Linkshänderin Denisa Glankovicova nach Leverkusen geholt wurde. Mit der slowakischen Nationalspielerin gelang in der vergangenen Saison der Gewinn des Challenge-Cups. In diesem Jahr spielt Bayer im Europacup der Pokalsieger – bisher selbstverständlich erfolgreich. Bayer 2005 in gleich drei Wettbewerben Mitfavorit.

Und doch lassen sich die Oldenburgerinnen nicht bange machen. Krowicki glaubt an die eigene Stärke und hat sein Team akribisch auf das Spiel vorbereitet. "Gegen Bayers offensive Deckung werden wir viel Laufarbeit verrichten müssen", sagt der Trainer, "darauf haben wir uns eingestellt. Wir werden das Tempo mitgehen und unsere starken Außen ins Spiel bringen." Belege dafür lassen sich in der vergangenen Woche finden. Bei einem Sechs-Länder-Turnier in Rotterdam zeigten Diane Lamein (Holland), Alena Vojtiskova (Tschechien) und die beiden Slowakinnen Lucia Tobiasova und Jana Oborilova ihre gute Kondition. Vojtiskova setzte noch einen drauf und warf keine 13 Stunden nach ihrer Rückkehr neun Tore beim 30:30 im Spiel der "Zweiten" gegen Greven 09.

Auch mental sieht sich der VfL mindestens gleichwertig. Nach zwei Siegen in Folge strotzt die Mannschaft vor Selbstvertrauen und will ihre Arena-Serie unbedingt halten. "Wir haben zuhause noch nicht verloren", sagt der Trainer. "Jetzt wollen wir die Großen ärgern und darauf freuen wir uns richtig." Ins gleiche Horn stößt Torfrau Heike Zornow. "Wir sind voll motiviert, wissen aber, dass Bayer einen schnellen und superathletischen Handball spielt." Die erfahrene Torhüterin weiß, dass es "ganz schwer wird", kündigt aber auch an: "Nicht nur für uns, denn wir werden Bayer 04 ärgern."

Gleich sechs Spielerinnen stellte unterdessen Leverkusen für die deutsche Nationalmannschaft ab. Bei dem Turnier in Paris holten sich die Spielerinnen in den Duellen mit dem amtierenden Weltmeister Frankreich, Olympiasieger Dänemark und Europameister Norwegen wichtiges Selbstbewußtsein. Torhüterin Clara Woltering wurde beispielsweise zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Die in Leverkusen verbliebenen Spielerinnen konnten unterdessen kleinere Verletzungen auskurieren und da auch die Nationalspielerinnen ohne Verletzungsprobleme aus Frankreich zurückkehrten stehen Renate Wolf bis auf die langzeitverletzte Alex Uhlig alle Spielerinnen zur Verfügung.



cs