16.04.2017 17:30 Uhr - 1. Bundesliga - fcb

Buxtehude macht in Göppingen beinahe zu früh Feierabend

Emily Bölk traf sechsmalEmily Bölk traf sechsmal
Quelle: groundshots.de
Am Ende hieß es 28:32 für den Buxtehuder SV. Die Gäste agierten dabei in der Göppinger EWS-Arena von Beginn an konzentrierter als die Hausherrinnen. Nach 14 Minuten lag die Leun-Sieben mit 5:10 vorne. Diesen Unterschied konnten die Grün-Weißen nicht mehr abtragen, zu wechselhaft waren ihre Leistungen, während Buxtehude lange Zeit sehr diszipliniert agierte. Nach dem 13:18-Halbzeitstand setzten sich die Gäste auf neun Tore ab (17:26, 40.). Anschließend kam Buxtehude nochmals unter Druck, nach dem 28:31 (57.) hatten sie aber die richtige Antwort parat. Buxtehude verteidigt dadurch den vierten Tabellenplatz, Göppingens achter Rang ist gefährdet. Friederike Gubernatis (9) und Michaela Hrbkova (11/3) trafen am besten.

Favorit Buxtehude war zu Beginn die gefährlichere Mannschaft. Die Mannschaft von Dirk Leun konnte sich auf ihre solide Deckung verlassen. Gubernatis stellte nach zwei Minuten auf 1:3. Danach kam die Göppinger Abwehr besser ins Spiel, sodass Kristy Zimermann glänzen konnte. Die Schwäbinnen blieben jedoch im Hintertreffen, da sie zu viele Chancen für einen Treffer benötigten. Die Niedersächsinnen zeigten sich effektiver, beim 2:5 (8.) netzte abermals Gubernatis ein. Auf der Gegenseite kratzte Antje Lenz den Ball von der Linie. Die Gäste ließen den Ball laufen, die Führung stagnierte aber zunächst bei drei Treffern, ehe Mayer und Oldenburg auf 5:10 (14.) stellten.

Die Leun-Sieben profitierte bislang davon, dass der Göppinger Rückraum mit Strujis, Hrbkova und Kinlend noch nicht ins Spiel gefunden hatten und die Deckung Zuordnungsprobleme offenbarte. Aleksandar Knezevic legte die Grüne Karte und schickte Klaudia Pielesz aufs Feld. Leun wechselte Emily Bölk ein. Göppingen stellte nach 17 Minuten beim Stand von 6:11 auf eine offensive Deckung um. Dies verhalf den Schwäbinnen zu deutlich mehr Unterbrechungen. Allerdings konnten sie die technischen Fehler in der ersten Welle nicht abstellen. Bölk vollendete nach 20 Minuten einen langen Angriff mit dem 7:13-Treffer. Buxtehude wirkte trotz morgendlicher Anreise äußerst konzentriert.

Göppingen konnte zwar immer wieder auf vier Tore verkürzen, vergaß aber nachzusetzen. Routiniert und diszipliniert machte Buxtehude das Spiel. Die Schwäbinnen versuchten mit der Einwechslung von Edit Lengyel einen Impuls zu setzen, doch gegen die Fernwürfe von Bölk, die oftmals frei werfen konnte, hatte auch die Ungarin kein Rezept. Nach dem ersten Fehlwurf von Gubernatis stellte Guberinic dann mit einem Doppelschlag auf 13:16. Die Gäste hatten sich zwei technische Fehler geleistet und wurden direkt bestraft. Im gebundenen Spiel nahmen sich die Grün-Weißen aber zu wenig Zeit. Der 13:18-Halbzeitstand war die Quittung für zwei weitere überhastete Abschlüsse.

Für die Frisch Auf Frauen konnte es in der zweiten Halbzeit nur darum gehen, den Gegner weiter zu fordern. Das Timing der Gäste war aber auch nach Wiederanpfiff das bessere. Auf Göppinger Seite war bei Prudence Kindlend, deren Einsatz bis zum Anpfiff fraglich geblieben war, bei ihrem Comeback noch viel Sand im Getriebe. Gubernatis stach nach 33 Minuten zum 14:20 und setzte ihren sechsten Treffer. Solche leichten Treffer gelangen Göppingen selten, etwa Michaela Hrbkova beim 17:22 (37.). Buxtehude brauchte wiederum nur Sekunden für den Gegenschlag und Knippenborg legte das 17:24 nach. Fischer konterte zum 17:25. Die Gäste blieben hellwach und nutzten die Göppinger Fehler.

Bölk stellte nach 40 Minuten auf 17:26, die frühzeitige Vorentscheidung über Sieg und Niederlage war gefallen. Gronemann und Hayn sorgten kurzzeitig weiter für Akzente, doch dann kam kurzzeitig ein Bruch ins Spiel der Gäste. Bedingt durch Fehlwürfe schmolz der Vorsprung auf 22:28 (46.). Bei Göppingen überzeugte nun Petrinjas, ehe Buxtehude wieder auf 24:31 davon zog. Die Schwäbinnen kämpften sich danach zur Freude ihrer Fans in der Schlussphase nochmals heran, Hrbkova erzielte das 28:31 (57.). Als sie kurz darauf einen Siebenmeter an Gronemann vergab, lief die Zeit für die Buxtehuderinnen. Göppingen vergab die finale Chance, den 28:31-Gästesieg zu gefährden.