23.02.2007 20:00 Uhr - Challenge-Cup - Christian Stein - handball-world.com

Nis gelingt historischer Sieg

Der europäische Vereinshandball hat heute im Challenge-Cup ein historisches Ereignis erlebt, denn der 42:14 (27:2) Sieg von Nis gegen Gjakove war das erste Aufeinandertreffen eines serbischen Teams gegen eine Mannschaft aus dem Kosovo. Ausgetragen wurde die Partie auf neutralem Boden in Tatabanya, wo am morgigen Tag auch das Rückspiel stattfinden wird.

Lange Zeit war unklar, ob die Partie überhaupt stattfinden wird, denn in der vorangegangenen Runde wurde der serbischen Mannschaft von ZRK Kikinda von Seiten des serbischen Sportministeriums verboten gegen Gjakove anzutreten. Gemäß den Statuten wurde Kikinda in der ersten Instanz mit einer Geldstrafe von 7500 Euro und einer zweijährigen Sperre für die europäischen Wettbewerbe belegt.

Gegen den serbischen Verband, der sich nach Aussage von EHF-Generalsekretär Michael Wiederer bestmöglichst für die Austragung der Partien eingesetzt hatte, wurden keine Strafen ausgesprochen. Zwischen beiden Europapokalrunden lagen aber brisanterweise auch noch die Wahlen zum serbischen Parlament, so dass den abgesagten Partien auch eine größere nationale Bedeutung zukam, als dies nun beim Achtelfinale der Fall war.