06.03.2017 12:12 Uhr - 1. Bundesliga - PM Nekarsulmer Sport-Union

Transfercoup für Neckarsulm: Verstärkung im Rückraum vom THC

Iveta Luzumova wechselt zur neuen Saison nach NeckarsulmIveta Luzumova wechselt zur neuen Saison nach Neckarsulm
Quelle: Mario Gentzel
Sie ist eine der wichtigsten Spielerinnen beim aktuellen deutschen Meister Thüringer HC, hat mächtig Erfahrung auf internationaler Vereinsebene und spielte auch für ihr Heimatland Tschechien als Kapitänin zuletzt eine starke Europameisterschaft in Schweden. Ab der kommenden Saison trägt Luzumova das Trikot der Sport-Union und ist ein echter Transferkracher für die Neckarsulmerinnen.

Seit 2013 ist die 27-jährige Tschechin beim Thüringer HC auf Rückraum-Mitte eine der tragenden Säulen im Team von Herbert Müller und feierte mit dem THC drei Meisterschaften (2014, 2015 und 2016) sowie den Gewinn des Supercups 2015. Dort machte sie aber nicht nur durch ihr Aufbauspiel und starkes Verhalten in Eins-gegen-Eins-Duellen auf sich aufmerksam, sondern glänzte in all den Jahren sowohl in der Liga als auch international immer als treffsichere Schützin aus dem Rückraum. In diesem Jahr führt sie sogar die interne Torschützenliste des deutschen Meisters an und gehört mit derzeit durchschnittlich 6,5 Toren pro Spiel zu den fünf besten Schützinnen der HBF.

Auch beim Auswärtssieg in Neckarsulm brachte Luzumova Ende Oktober den THC auf die Siegerstraße und war mit sechs Treffern gegen ihren zukünftigen Verein beste Torschützin. Luzumova ist aber nicht nur in ihrem Verein eine der wichtigsten Spielerinnen, sondern gehörte auch in der tschechischen Nationalmannschaft zum Stammpersonal und war bei der EM 2016 in Schweden eine der Tschechinnen mit den meisten Einsatzzeiten.

In Neckarsulm sind die Verantwortlichen von Iveta Luzumova überzeugt. NSU-Coach Emir Hadzimuhamedovic freut sich über den Wechsel der Tschechin, die bei der NSU direkt einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. "Ich hatte seit einigen Monaten intensiven Kontakt mit Iveta. Als ich erfahren habe, dass sie eine Änderung in ihrerer Karriere plant und eventuell wieder nach Tschechien zurück gehen will, habe ich versucht Iveta, mit kräftiger Unterstützung von unserer Alla, für die Neckarsulmer Sport-Union zu begeistern. Sie hat die tolle Kulisse in der Ballei bereits im Hinspiel erlebt und gesehen, dass sich hier etwas bewegt und wir auch einen attraktiven Handball spielen. Ich hoffe sehr, dass Iveta in Neckarsulm glücklich wird und sie uns mit Ihren sowohl sportlichen wie auch menschlichen Qualitäten hilft, den nächsten Schritt in der Entwicklung der Mannschaft zu machen. Die Möglichkeiten für sie, auch den Weg in das Berufsleben zu finden, sind in so einer starken Wirtschaftsregion sehr gut", freut sich Hadzimuhamedovic auf die kommenden zwei Jahre mit Luzumova im Trikot der Sport-Union.

Sie selbst freut sich ebenfalls auf den Wechsel nach Neckarsulm und die neuen Erfahrungen: "Ich bin jetzt seit vier Jahren beim THC und ich wollte in der kommenden Saison noch einmal etwas Anderes in meiner Karriere machen. Ich habe auch überlegt, wieder zurück nach Tschechien zu gehen. Als das Angebot aus Neckarsulm kam, war ich von dem Konzept schnell überzeugt und ich freue mich, dass ich Neckarsulm in den kommenden zwei Jahren helfen kann. Als persönliches Ziel hoffe ich zwar, eventuell auch um die EHF-Cup-Plätze zu kämpfen. Die Priorität liegt aber definitiv darauf, dass Neckarsulm in der 1. Liga bleibt."

Ihr jetziger Trainer, Herbert Müller, bedauert den Weggang: "Iveta ist eine großartige Handballerin. Durch ihre Vielseitigkeit, ihren Spielwitz und ihre Torgefährlichkeit gehört sie zu den Top-Spielerinnen Europas. Sie wird sportlich eine große Lücke hinterlassen - charakterlich gehört sie zu den tollsten Menschen, die man sich vorstellen kann. Sie war für diese Mannschaft in allen Belangen ein unglaublicher Gewinn. Jetzt setzt sie andere Prioritäten und das muss man akzeptieren. Ich werde Iveta unglaublich vermissen, weil sie sowohl meine sportliche wie auch menschliche Seite berührt hat. Ein Riesendankeschön an sie und alles Gute für die neue Aufgabe." Lydia Jakubisova schloss sich an: "Es tut mir sehr leid, dass Iveta weggeht. Wir sind seit Jahren gut befreundet und es wird am Saisonende bei der Verabschiedung wohl nicht ohne Tränen abgehen. Nicht nur für mich, für die ganze Mannschaft wird es ein großer Verlust sein. Ich wünsche ihr nur das Beste, dass sie sich beim neuen Verein wohlfühlt und dass sie uns besuchen kommt, wann es passt."