22.02.2017 10:41 Uhr - 2. Bundesliga - PM TGN

Nürtingen verpflichtet frühere ungarische Nationalspielerin

Barbara Leibssle-BaloghBarbara Leibssle-Balogh
Quelle: TG Nürtingen
Die Nürtinger Zweitligahandballer haben Barbara Leibssle-Balogh verpflichtet und schließen damit die Lücke auf der Kreisläuferposition hinter Delia Cleve, die derzeit noch durch die reaktivierte Christina Stockhorst ausgefüllt ist. Diese hatte sich nach der Verletzung Cleves in der Hinrunde bereit erklärt, erneut im TG-Trikot aufzulaufen und die Mannschaft nochmals tatkräftig zu unterstützen. Im Spiel bei den Kurpfalz Bären Anfang März, indem sie auf ihre Zwillingsschwester Sabine treffen wird, wird sie dann vorerst das letzte Mal das TG-Trikot tragen. Leibssle-Balogh wird am Samstag beim Heimspiel gegen die HSG Kleenheim erstmals im Kader stehen.

Die 31-jährige Leibssle-Balogh spielte zuletzt bei den TusSies Metzingen, ehe Sie im Mai 2015 eine Pause einlegte und im Februar 2016 Mutter wurde. "Meine Pause war letztlich länger, als ich das geplant hatte. Ich freue mich aber riesig, wieder Handball spielen zu können. Ich habe das Gefühl, dass ich noch eine Aufgabe im Handball auf dem Platz habe. Eine neue Motivation ist auf jeden Fall auch, meinen Sohn Stolz zu machen." Den nötigen Rückhalt erfährt sie dabei von Ihrem Mann, derzeit Trainer der Zweiten Mannschaft von Ligakonkurrent SG H2Ku Herrenberg, der in der kommenden Runde dafür eine Pause einlegt.

"Baba" ist seit November 2016 Trainingsgast bei der TG Nürtingen gewesen, um am Comeback zu arbeiten und ist nun mit einem bis 30. Juni 2018 datierten Vertrag ausgestattet worden. "Ich freue mich, dass ich überhaupt die Möglichkeit bekommen habe, wieder auf dem Feld zu stehen. Zunächst als Trainingsgast, jetzt als Mitglied der Mannschaft. Da ich so gut aufgenommen wurde, möchte ich mich mit meinem Einsatz auch bei der Mannschaft bedanken."

Auch Trainer Stefan Eidt ist voll Vorfreude: "Es ist toll, dass Baba wieder Blut geleckt hat und sich bei ihrem Projekt Rückkehr für uns entschieden hat. Es ist sicher nicht einfach, nach Schwangerschaft und Geburt, aber durch ihre Erfahrung ist sie professionell genug um zu wissen, was erforderlich ist. Sie hat bereits gute Fortschritte gemacht und bringt sich im Training toll ein."

Die 16-fache ehemalige ungarische Nationalspielerin begann ihre Karriere in der Heimat zunächst bei Vasas SC und Dunaferr SE ehe sie 2009 zu Ferencváros Budapest wechselte, mit dem sie 2011 den Europapokal der Pokalsieger gewann. Anschließend wechselte sie zum damaligen Zweitligisten TuS Metzingen, mit dem Sie direkt in die 1. Bundesliga aufstieg. Als Nationalspielerin war sie Teilnehmerin der EM 2008 in Mazedonien.