13.02.2017 16:48 Uhr - EHF-Pokal - fcb, red

Bietigheim im EHF-Pokal "zu etwas Großartigem in der Lage"

Die SG BBM Bietigheim jubelt nach dem Sieg im EHF-Pokal über den HC ErdDie SG BBM Bietigheim jubelt nach dem Sieg im EHF-Pokal über den HC Erd

Die SG BBM Bietigheim hat das Viertelfinale im EHF-Pokal erreicht. Nachdem Rostov am Don am Samstag keine Schwäche gezeigt hatte und Byasen Trondheim mit 35:21 bezwungen hatte, gab es ein direktes Duell zwischen den Enztälerinnen und dem ungarischen Topclub Erd HC.

"Wir wussten vorher, dass es eine schwere Aufgabe sein würde. Wir haben dort ziemlich hoch verloren, aber sicher auch nicht gut gespielt. Wir haben vorher gesagt, dass wir 60 Minuten alles geben und füreinander kämpfen müssen. Ich denke, dass haben wir gemacht", so Torhüterin Tess Wester und auch BBM-Trainer Martin Albertsen war nach dem 28:25-Heimsieg entsprechend euhorisch: "Erd ist derzeit die zweitbeste ungarische Mannschaft, sie haben in der ersten Halbzeit nur elf Tore gegen uns gemacht. Das war Wahnsinn, was wir gespielt haben."

"Man hat gesehen, dass die Ungarinnen eine lange Reise in den Knochen hatten. Man merkte auch, dass wir am Ende etwas Stress hatten, aber wir haben ihnen nicht das Unentschieden gestattet. Unsere kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit war enorm. Das war eine überragende Teamleistung", so der Däne, der abschließend erklärte: "Ich kann nur den Hut vor ihnen ziehen und das habe ich den Mädels auch in der Kabine gesagt. Wir waren mit den besten Teams aus Russland, Ungarn und Norwegen in einer Gruppe. Wir haben uns etwas schwer getan in dieser Konkurrenz. Aber wenn die Teamleistung stimmt, das hat man heute gemerkt, sind wir zu etwas Großartigem in der Lage."

"Wir sind mit großen Ambitionen hierher gereist, wir wollten unbedingt weiterkommen. Wir wussten aber auch, wie schwer die Aufgabe hier auswärts werden würde", so Erds Trainerin Edina Szabo. "Wir haben zu viele einfache Fehler in der ersten Halbzeit gemacht. Bietigheim hat das für einen Sechs-Tore-Vorsprung genutzt. Dann haben wir uns herangekämpft, aber es hat nicht gereicht, um das Spiel zu drehen."

"Wir haben zu viele Fehler gemacht. Es war mehr drin, aber wir haben uns nicht immer an den Matchplan gehalten", bilanzierte Kinga Janurik. "Wir konnten nicht abrufen, was wir vorbereitet hatten. Vielmehr wurden wir mit den eigenen Waffen geschlagen. Das haben sie gut gemacht. In der entscheidenden Situaiton, als wir die Chancen auf das Unentschieden hatten am Ende des Spiels, haben wir zwei technische Fehler gemacht. Dann war das Spiel gelaufen."

"Ich hoffe, dass wir nicht unbedingt nach Russland fahren", blickte Tess Wester nun auf die KO-Runde voraus. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Ein erneutes Duell mit Rostov ist ausgeschlossen, doch als Gruppenzweiten droht nun ein Duell mit Kuban Krasnodar. Allerdings können die Enztälerinnen auch auf Nantes Loire Atlantique oder NFH Nyköbing treffen.