08.02.2017 21:17 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Oldenburg und Leverkusen mit Punkteteilung

Angie Geschke erzielte neun ToreAngie Geschke erzielte neun Tore
Quelle: Thorsten Helmerichs
Am heutigen Mittwochabend kamen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg gegen Liga-Dino Bayer Leverkusen nicht über ein 23:23 Unentschieden hinaus. Ein Ballverlust Sekunden vor Schluss hätte fast sogar noch zum Sieg der Leverkusenerinnen geführt. Einzig der beherzte Eingriff von Kelly Dulfer verhinderte dies. Beste Werferin bei den Gastgeberinnen war Angie Geschke mit 9/3 Treffer, für Leverkusen erzielte Zivilie Jurgutyte sechs Tore. In der Tabelle ist Oldenburg nun auf dem siebten, Leverkusen auf dem neunten Platz.

Die Zuschauer in der EWE Arena bekamen über weite Strecken eine ausgeglichene Partie geboten, in der Madita Kohorst auf Oldenburger Seite und Branka Zec auf Leverkusener Seite gute Chancen der Angreiferinnen zunichtemachten. In der 20. Minute konnte Allrounderin Anna Seidel vom Kreis die Gäste aus Leverkusen mit 7:6 in Führung werfen. In den nächsten Minuten nutzten die Gastgeberinnen einige technische Fehler der Gäste aus und zogen bis auf 10:7 davon. In die Halbzeitpause ging es für die Mannschaft von Renate Wolf mit einem 8:11-Rückstand. Aber den Werkselfen war klar, dass in Oldenburg an diesem Tag deutlich mehr möglich war.

Auch im zweiten Durchgang lieferten sich der VfL Oldenburg und der TSV Bayer 04 Leverkusen eine ausgeglichene Partie, in der die Gäste aber immer stärker wurden. Die Gastgeberinnen profierten in den ersten Minuten vor allem von der guten Leistung von Angie Geschke. So glich Anne Jochin per Siebenmeter in der 43. Minute zum 15:15 aus. Wenig später brachte Zivile Jurgutyte die Werkselfen sogar mit 17:16 (47. Minute) in Führung. Doch erneut konnte der VfL die Partie drehen und zog bis auf 20:17 und 21:18 davon. Doch auch von diesem Drei-Tore-Rückstand ließ sich die Mannschaft von Renate Wolf nicht beeindrucken, sie drücken dem Spiel jetzt ihren Stempel auf, spielten ruhig und kamen durch Treffer von Zivile Jurgutyte, Anna Seidel und Pia Adams zum 21:21 (56. Minute). Am Ende trennte man sich verdientermaßen 23:23-Unenschieden.

"Über den Punktgewinn hier in Oldenburg freue ich mich natürlich sehr. Man hat auch gesehen, welche Emotionen das noch in der Endphase gedrehte Spiel bei uns nach dem Schlusspfiff freigesetzt hat", sagte Renate Wolf. "Wir müssen aus dieser Partie die positiven Dinge mitnehmen, die Mannschaft hat Charakter gezeigt und einen Drei-Tore-Rückstand in den letzten sieben Minuten noch zu einem Punktgewinn gedreht. Sicherlich muss man Zivile Jurgutyte für ihre Leistung in der zweiten Halbzeit hervorheben. Die Leistungssteigerung von Anne Jochin hat mich heute zudem sehr erfreut."

"Wir dürfen durchaus von einer kleinen Enttäuschung reden", war Leszek Krowicki hingegen nicht zufrieden nach dem Spiel. "Wir haben gut in der Abwehr gestanden, da gab es nichts zu verändern. Unser Problem war die Leverkusener Torfrau. Alle Spielerinnen wussten aus der Videoanalyse wie sie gegen sie spielen mussten, nur mit der Umsetzung hat es nicht geklappt. Wir haben zu viele Chancen nicht genutzt und deshalb gegen eine junge Mannschaft verloren die bis zum Ende gehofft und gekämpft hat. Als Team haben wir kurz vor Schluss den Kopf verloren und keine Alternativen gegen die Manndeckung von Angie gefunden, obwohl wir das immer wieder trainieren."