08.02.2017 08:56 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Abschluss der Hinrunde bringt Spitzenspiel: Thüringer HC reist nach Bietigheim

Am heutigen Mittwochabend wird in der Bietigheimer Sporthalle am Viadukt die erste Halbserie der Bundesliga abgeschlossen. Als hätte es die HBF-Spielkommission bei den Ansetzungen im Voraus geahnt, treffen der Tabellenerste und der unmittelbare Verfolger aufeinander. Die Hinrundenmeisterschaft ist aber schon entschieden. Mit einem überragend besserem Torverhältnis steht die SG BBM Bietigheim als Erster bereits fest, auch wenn der Thüringer HC bei einem Sieg nach Punkten gleichziehen kann und dem Gegner die ersten Flecken auf der weißen Weste bescheren könnte. "Das wird eine Begegnung zweier ebenbürtiger Gegner", ist sich SG-Cheftrainer Martin Albertsen sicher.

Martin Albertsen: "Werden alles geben, um die beiden Punkte in Bietigheim zu behalten." Martin Albertsen: "Werden alles geben, um die beiden Punkte in Bietigheim zu behalten."
Quelle: Marco Wolf
"Das wird nach den Strapazen der beiden letzten Wochen mit den Auswärtsspielen in Buxtehude, Rostov und Trondheim sehr schwer für uns", erklärte Bietigheims Coach Albertsen mit Blick auf das bevorstehende Spitzenspiel und fügt an: "Unsere Gäste konnten sich zuletzt in der Champions League sehr viel Selbstvertrauen holen, sie besiegten Astrachan in eigener Halle mit 34:22 Toren." Zuletzt gab es in Budapest aber eine Niederlage - beide Teams haben dabei auch mit Reisestrapazen zu kämpfen.

Am Sonntag um 5 Uhr früh kehrte die THC Mannschaft nach knapp 11 Stunden Busfahrt aus Budapest zurück. "Die bestellten Pizzen blieben zum größten Teil im Karton - Katrin Engels Mutter hatte das Team für die Rückfahrt mit österreichischen Köstlichkeiten versorgt - von Mohnnudeln bis Quarkbällchen", berichtet der Pressedienst des THC und führte aus: "Der Sonntag diente für alle der Regeneration - aber nicht ohne nochmal Bietigheim gegen Trondheim zu schauen. Am Montag stand schon wieder Training auf dem Programm. Auch ein Zeichen, dass man dem Spitzenreiter einen beherzten Kampf bieten möchte."

Herbert Müller: "Das Spiel am Mittwoch in Bietigheim ist vom Niveau her wie ein Champions League Spiel, hat für uns aber noch eine viel größere Bedeutung. Es ist schon erstaunlich, wie die, bis auf die Partie gegen Metzingen, durch die Liga fegen, die Spiele waren meist schon gewonnen, bevor sie richtig angefangen hatten. Da müssen wir hellwach sein und die gefährliche Achse Maura Visser, Nina und Susann Müller sowie Kim Naidcinavicius aggressiv bespielen. Auch auf die schnellen Außen Angela Malestein und Fie Woller werden wir sicher achten."

Martin Albertsen warnt aber vor dem Meister der vergangenen Jahre, auch aufgrund der eigenen Belastung im europäischen Wettbewerb. "Die Strapazen waren zuletzt mit rund 10.000 Kilometern in zehn Tagen groß, aber wir werden versuchen, das Beste draus zu machen - wir haben vielleicht eine Chance, das Titelrennen spannend zu gestalten..." Natürlich hofft der Däne auf die Unterstützung der Zuschauer, "denn ich schätze den THC mit seinen neuen Spielerinnen als sehr, sehr gut und besser ein als in der letzten Saison". Personell müsse man abwarten, wer nach der EHF-Partie in Trondheim einsatzfähig sei. Albertsen betont: "Die aktuelle Belastung ist enorm in den letzten zehn Tagen und durch zahlreiche kleinere Verletzungen ist diese Herausforderung im absoluten Spitzenspiel noch größer. Wir werden alles geben, um die beiden Punkte in Bietigheim zu behalten."

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