08.02.2017 08:18 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Werkselfen wollen "über gute Deckung" beim VfL Oldenburg punkten

Renate WolfRenate Wolf
Quelle: groundshots.de
Am Mittwochabend geht es für die Werkselfen in der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) mit dem Gastspiel beim VfL Oldenburg weiter. Die Partie wird um 19.30 Uhr in der EWE Arena vom Schiedsrichtergespann Grobe/Kinzel angepfiffen. Mit der Partie in Oldenburg beendet die Mannschaft von Renate Wolf auch die Hinrunde.

Begegnungen zwischen dem Bundesligaurgestein Bayer Leverkusen und dem VfL Oldenburg sind schon seit Jahren ein Garant für packende Handballspiele. So dürfte es auch am kommenden Mittwoch sein, wenn die Werkselfen zum Ende der Hinrunde ihre Visitenkarte in der EWE-Arena abgeben. Anwurf ist wie üblich bei Mittwochsspielen um 19:30 Uhr. Während die Gastgeberinnen mit einem Sieg bis auf den vierten Platz vorrücken könnten, stecken die Gäste aus Leverkusen ungewohnter Weise mitten im Abstiegskampf. Gerademal vier Punkte trennen sie von den Abstiegsplätzen. Dass sie aber an einem guten Tag jedem Gegner gefährlich werden können, mussten in dieser Saison bereits der Buxtehuder SV (28:30) und der Thüringer HC (26:27) feststellen, die beide ihre Spiele nur knapp gewinnen konnten.

Nicht nur aus diesem Grund warnt Trainer Leszek Krowicki: "Wir dürfen uns nicht erlauben, zu locker mit dem nächsten Gegner umzugehen. Leverkusen ist trotz des Tabellenplatzes ein Team, in dem ein paar sehr gute erfahrene Spielerinnen spielen. Man darf sich vor dem Spiel nicht zu sicher fühlen. Die Tabellensituation zeigt jedoch, dass wenn wir zu Hause gewinnen wir große Möglichkeiten haben um den vierten Platz zu kämpfen. Das ist jetzt unser großes Ziel!" Aus den letzten zehn Spielen gegeneinander gingen beide Teams jeweils viermal als Sieger aus der Halle. Beide konnten je zweimal den Gegner in fremder Halle bezwingen. Zweimal trennte man sich Unentschieden. So auch beim letzten Aufeinandertreffen im letzten März in Leverkusen (32:32).

Mitentscheidend dürfte am Mittwoch sein wie die Truppe von Leszek Krowicki das kräftezehrende Europapokalspiel in Nantes, wo man Dank einer puren Willensleistung mit dem letzten Tropfen Energie im Tank die Französinnen bezwingen konnte, wegsteckt. Gute Nachrichten gibt es aus dem VfL-Lazarett. Beim Bundesliga-Klassiker kann Krowicki bis auf Julia Wenzl, die sich noch ein wenig gedulden muss, wieder alle Spielerinnen die zuletzt pausieren mussten einsetzen. Vieles spricht auf jeden Fall dafür, dass den Zuschauern in der EWE-Arena ein packendes und enges Handballspiel geboten wird. Der unbedingte Kampfwille der Grün-Weißen, die sich bei ihren Fans für ihre Unterstützung bedanken wollen, sowie die Notwendigkeit eines Sieges für die Gäste um sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.

Intensiv haben die Leverkusenerinnen nach der Heimniederlage gegen die HSG Bad Wildungen Vipers gearbeitet. "Oldenburg hat eine gute Mannschaft, die sich in dieser Saison nur knapp beim TuS Metzingen geschlagen geben musste. In Madita Kohorst und Julia Renner verfügen sie über ein gutes Torhütergespann, Spielerinnen wie Angie Geschke, Julia Wenzl oder Caroline Müller sind wichtige Stützen der Mannschaft von Leszek Krowicki", berichtet Renate Wolf. In der vergangenen Saison traten die Werkselfen die Heimreise mit einem 29:24-Erfolg im Gepäck an. Im Rückspiel trennte man sich in Leverkusen 32:32-Unentschieden.

Personell wird Renate Wolf am Mittwochabend definitiv auf Kim Berndt (Muskelfaserriss) verzichten müssen. Der Einsatz von Karolina Bijan, Nina Schilk und Sally Potocki ist aktuell fraglich, da das Trio zuletzt krankheitsbedingt pausieren musste. Auch Zivile Jurgutyte nahm nur eingeschränkt am Trainingsbetrieb der Werkselfen teil.

"Ich erwarte auf jeden Fall, dass meine Mannschaft sich in Oldenburg ordentlich präsentiert und die mit der richtigen Einstellung in die Partie geht. Nur über eine gute Deckung mit Unterstützung unserer Torhüter haben wir eine Möglichkeit, das Spiel offen gestalten zu können", sagt Renate Wolf.

Livestream ab 19.30 Uhr: