31.01.2017 08:42 Uhr - 2. Bundesliga - V. Köhler, HSG

Dritter Auswärtspunkt: Kleenheim mit Remis in Beyeröhde

Lazar CojocarLazar Cojocar

Die SG Kleenheim sammelt in der 2.Bundesliga der Frauen weiter fleißig Punkte und holte nach dem überraschenden 22:20-Heimsieg über das Spitzenteam des HC Rödertal, sechs Tage später auch beim TV Beyeröhde einen Zähler. Am Ende der 60 Minuten im Wuppertaler Stadtteil hieß es 28:28 (14:14)-Remis. Die Kleenheimerinnen holten damit den dritten Auswärtspunkt bei 3:13 Zählern in gegnerischen Hallen. Dem steht die sehr ordentliche Heimbilanz von 11:5 Punkten gegenüber.

"Wir sind nach dem Erfolg über Rödertal selbstbewusst beim TV Beyeröhde angetreten und haben in der zweiten Halbzeit sogar mit drei Toren geführt, insgesamt war das absolut in Ordnung, was die Mannschaft gespielt hat", bilanzierte Kleenheims Trainer Lazar Cojocar. "Beyeröhde hat einige Tore über de schnelle Mitte gemacht, wir haben super gekämpft und hatten eine super Einstellung", lobte der Kleenheimer Coach, der sich auch freute, das "wir gut kombiniert und die Nerven behalten haben".

Vor allem Franziska Ringleb verwandelte 26 Sekunden vor dem Abpfiff ihren vierten Siebenmeter zum 28:28 (14:14)-Endstand. "Beyeröhde konnte wechseln ohne Qualitätsverlust", sagte Cojocar, der auch seiner Mannschaft bescheinigte, das "alle, auch die von der Bank kamen, gleich voll da waren". Herausragend bei Kleenheim wieder Torhüterin Lydia Sölva, Jonna Jensen auf der Mitte, Tanja Schorradt und Katharina Wagner in Angriff wie Abwehr und auch "Oli Reeh zeigte, das auf sie wieder Verlass ist", so Cojocar.

Franziska Ringleb glich beim 1:1 (2.) zwar aus, ehe sich Beyeröhde auf 4:1 (6./Leonie Heinrichs) absetzte. Nach dem 4:4 (8.) durch Katharina Wagner legten die Wuppertalerinnen bis zum 8:8 (14./Schorradt) immer wieder vor und Kleenheim egalisierte. Beim 11:10 (22.) gelang Jonna Jensen per Siebenmeter die erste Kleenheimer Führung. Anna-Lena Leib brachte die Mittelhessen beim 12:11 (24.) wieder nach vorne und Sina Rühl gelang nach ihrem Auslandsaufenthalt mit ihrem ersten Treffer wieder beim 13:12 (27.) die dritte Kleenheimer Führung.

Dann hatten die Westdeutschen wieder die Führung übernommen, ehe Olivia Reeh zum 14:14-Pausenstand (29.) ausglich. Nach dem Wechsel führte der Gast drei Mal durch drei Ringleb-Tore und nach Tanja Schorradts 18:18 (37.) brachten Wagner, Schorradt und Reeh Kleenheim sogar mit 21:18 (41.) in Front. Beyeröhde glich wieder aus und ging durch Laura Sosnierz beim 23:22 (48.) wieder in Führung.

Die Gäste blieben dran und lieferten den Wuppertalerinnen in der spannenden Begegnung einen guten "Fight", wobei Ringleb per Siebenmeter Kleenheim sogar noch einmal mit 27:26 (57.) nach vorne brachte. Als Sandra Münch 58 Sekunden vor Ende das 28:27 (60.) für die Gastgeberinnen gelang, schienen die Gäste beide Punkte verloren zu haben. Doch 26 Sekunden vor Ende deuteten die Unparteiischen auf den Punkt und Franziska Ringleb behielt die Nerven und traf zum 28:28-Endstand. "Wir sind alle gut gelaunt, in der Mannschaft herrschte gute Stimmung, so gehen wir in die Trainingswoche", erläuterte der Kleenheimer Coach.