22.01.2017 10:46 Uhr - 1. Bundesliga - PM TSV

Werkselfen kassieren bittere Heim-Niederlage gegen die Bad Wildungen Vipers

Renate WolfRenate Wolf
Quelle: groundshots.de
Die Werkselfen des TSV Bayer 04 Leverkusen mussten am Samstagabend vor 550 Zuschauern in der Ostermann-Arena eine bittere 22:29 (13:15)-Niederlage gegen die HSG Bad Wildungen hinnehmen. Der Abstand auf die Abstiegsränge konnte somit nicht ausgebaut werden. Jennifer Rode war mit sechs Treffern erfolgreichste Torschützin auf Seiten der Gastgeberinnen. Bei den Gästen erzielte Anouk Niewenweg fünfzehn Treffer, davon sieben per Siebenmeter.

Die Gäste aus Bad Wildungen hatten sich viel für die Partie in der Leverkusener Ostermann-Arena vorgenommen. Das Team aus Nordhessen ging mit 1:0 (1. Minute) und 4:1 (5. Minute) in Führung. Die Werkselfen fanden nur schleppend ins Spiel, konnten in der 19. Minute immerhin den 9:9-Ausgleich durch die wiedergenesene Spielmacherin Zivile Jurgutyte erzielen. Drei Minuten später gelang Anne Jochin sogar der Treffer zur ersten Führung (10:9, 22. Minute).

Bad Wildungen glich immer wieder aus. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause setzten sich die Gastgeberinnen mit zwei Treffern ab. Nach dem von Nationalspielerin Jennifer Rode verwandelten Siebenmeter zum 12:11 erhöhte die tschechische Rechtsaußen Michaela Janouskova auf 13:11. Doch auch diese Zwei-Tore-Führung gab den Werkselfen keine Sicherheit. Innerhalb der letzten fünf Minuten verspielte man nicht nur den Vorsprung sondern die Gäste gingen sogar dank eines 4:0-Laufs mit einer 15:13-Führung in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang zwar Amelie Berger der 14:15-Anschlusstreffer, doch die Gäste setzten sich bis zur 38. Minute bis auf 19:14 ab. Renate Wolf nahm eine Auszeit und probierte alles, doch an diesem Tage wollte einfach nichts gelingen. Bis zur 46. Minute setzten sich die Gäste nun sogar mit sieben Treffern (24:17) ab, die Vorentscheidung in dieser Partie war zu diesem Zeitpunkt längst gefallen. Am Ende musste man eine bittere 22:29-Niederlage hinnehmen.

"Heute hat keine meiner Spielerinnen Normalform erreicht", sagte eine restlos enttäuschte Renate Wolf nach der Partie gegen die HSG Bad Wildungen. "Ich kann den Gästen nur zu diesem Sieg, der auch in dieser Höhe in Ordnung geht, gratulieren. Wir müssen uns dringend steigern, um die notwendigen Zähler einzufahren die Mannschaften von ganz unten auf Distanz zu halten."

Ehe es für die Mannschaft von Cheftrainerin Renate Wolf In der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) weitergeht, wartet eine zweieinhalbwöchige Spielpause aufgrund der durch den Europapokal notwendig gewordenen Spielverlegungen auf die Werkselfen. Am 08. Februar 2017 gastiert man zum letzten Spiel in der Hinrunde beim VfL Oldenburg. Zehn Tage später startet man mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten TV Nellingen in die Rückrunde.