13.12.2016 15:00 Uhr - Europameisterschaft - fcb

"Leider sind die Bälle nicht reingegangen" - Drei Fragen an ... Kerstin Wohlbold

Kerstin Wohlbold im Spiel gegen SpanienKerstin Wohlbold im Spiel gegen Spanien
Quelle: sportseye.de
Im Spiel gegen Spanien geriet die deutsche Auswahl unter Druck, kämpfte sich zurück und erarbeitete sich die Chance auf den Sieg. Diese konnte aber nicht genutzt werden, Kerstin Wohlbold trauert im Gespräch insbesondere den vergebenen Chancen in den letzten Minuten nach. Die "Ladies" sind im Kampf um ein Ticket in das Halbfinale nun auf Schützenhilfe angewiesen, im abschließenden Gruppenspiel geht es am Mittwoch gegen Gastgeber Schweden.

Kerstin, wie bewertest du das 20:20-Remis gegen Spanien?

Kerstin Wohlbold:
Ich finde es eigentlich schade. Gegen Ende wirkte es so, als würde Spanien nicht mehr alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Da haben wir mehr investiert. Daher ist es schade, dass wir dann die freien Chancen vergeben haben. Ich glaube, wir waren über weite Strecken nicht das bessere Team, aber wir haben uns zurückgekämpft. Und wir hätten das Spiel meiner Meinung nach auch gewonnen, wenn wir die hundertprozentigen Chancen reingemacht hätten.

Für dich ist es also eher ein verlorener Punkt ...

Kerstin Wohlbold:
Es fühlt sich schon so an. Wenn man mich nach 50 Minuten gefragt hätte, würde ich von einem gewonnenen Punkt sprechen, aber jetzt nicht mehr. Ein Handballspiel ist nun einmal 60 Minuten lang, und die letzten zehn Minuten sind ja auch immer die wichtigsten. Aber man muss auch festhalten, dass wir uns gut reingekämpft haben!

Ihr habt heute längere Zeit mit zwei Spielmacherinnen gespielt, mit dir und Anna Loeper. Wie fällt dein Fazit dazu aus?

Kerstin Wohlbold:
Es ist natürlich immer schön, neben einer Spielerin zu spielen, die relativ ähnlich agiert wie man selbst. Da kann man druckvoll spielen. Michael wollte auch genau das von uns sehen, dass wir am Ende noch einmal Eins gegen Eins gehen. Aber leider sind die Bälle deswegen trotzdem nicht reingegangen. Das ist halt ein bisschen schade. Vor meinem geistigen Auge sehe ich mindestens fünf vergebene Hundertprozentige. Wir hätten das Spiel also mit fünf Toren gewinnen können.