05.12.2016 16:19 Uhr - Europameisterschaft - chs

Nach Foul an Naidzinavicius - Keine weitere Strafe für Niederländerin Dulfer

Kelly DulferKelly Dulfer
Quelle: FFHandball/S.Pillaud
Die Disziplinarkommission der Europäischen Handballföderation hat sich entschieden keine Sperre gegen die Niederländerin Kelly Dulfer auszusprechen. Die beim VfL Oldenburg unter Vertrag stehende Abwehrchefin des Vizeweltmeisters hatte in der 44. Minute nach einem Foul an Kim Naidzinavicius die Rote Karte gesehen.

"Es hat irgendwie "Rumms" gemacht und mich am Auge erwischt", hatte Kim Naidzinavicius nach der Partie gegenüber handball-world.com erklärt. Dulfer war gemäß der Regel 8.5 b der IHF-Regeln disqualifiziert worden, da sie ihre Gegenspielerin beim Torwurf mit beiden Händen im Gesicht getroffen hat. "Die Disziplinarkommission findet, dass man keine Absicht den Gegner zu schaden beobachten kann, die Bewegung hat im Rahmen einer normalen Abwehraktion stattgefunden."

Die Bestrafung hatte Dulfer erst nachträglich erreicht, das Gespann Horvath/Marton griff auf das "Instant Replay" zurück und entschied sich nach Ansicht der Szene für eine Bestrafung. "Ich halte das System für sinnvoll", lobt Anna Loerper den Videobeweis nach Abpfiff. "Das Spiel ist so schnell, dass die Schiedsrichter gar nicht alles sehen können - daher ist es gut, wenn sie auf diese Weise unterstützt werden, denn letztendlich schützt es die Spielerinnen."

Doch während Deutschland nun um den Einsatz von Kim Naidzinavicius weiter bangen muss (wir berichteten), können die Niederlande bereits im richtungsweisenden Vorrundenspiel gegen Polen auf die Abwehrchefin zurückgreifen. "Solch eine Aktion präsentiert keine besondere Gewalt, die Charakteristik eines Angriff auf den Gegner und/oder die ernsthafte Gesundheit der Gesundheit des Gegenspielers war nicht bösartig um weiter sanktioniert zu werden", so die EHF in ihrer Medienmitteilung.

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gestern · Björn Pazen, dpa, HP DHB und red
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