03.12.2016 08:02 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Eine sehr unbequeme Mannschaft, die sehr körperbetont agiert" - Ketsch empfängt Zwickau

Katrin SchneiderKatrin Schneider
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Am Samstag in der Ketscher Neurotthalle (ab 17.30 Uhr) will Sachsen Zwickau nach zuletzt zwei Niederlagen zurück in die Erfolgsspur. Vor allem die 22:18 Heimniederlage im sächsischen Derby gegen den HC Rödertal wurmt das Zwickauer Team, das sich dafür bei den Kurpfalz Bären schadlos halten will.

Die Mannschaft um Spielertrainerin Katrin Schneider möchte unbedingt an den Sieg gegen Werder Bremen anknüpfen, um weiterhin einen Mittelfeldplatz in der zweiten Liga zu behaupten. Doch inzwischen ist allen Teams klar, dass es in dieser starken und extrem ausgeglichenen Klasse keine leichten Spiele gibt. Wochenende für Wochenende werden die Expertentipps geradezu auf den Kopf gestellt. Schmerzhaft spüren dies vor allem die Teams aus Herrenberg und Halle-Neustadt, die vor der Saison beide zum engeren Favoritenkreis zählten, im Augenblick aber die Tabelle von hinten anführen.

Im Training der Bären herrschte diese Woche eine eher fröhliche Stimmung, denn die Mannschaft war schon sehr erleichtert, dass das Spiel gegen Bremen ein glückliches Ende nahm. Gleichzeitig ist man sich sehr wohl bewusst, dass mit Sachsen Zwickau eine erneut schwierige Herausforderung zu erwarten ist. Dazu Katrin Schneider: "Zwickau ist eine sehr unbequeme Mannschaft, die sehr körperbetont agiert und uns in punkto Kampfgeist alles abverlangen wird. Wir haben gegen Bremen erlebt, dass unsere spielerische Überlegenheit nicht ausgereicht hätte, das Spiel zu gewinnen. In dieser Liga ist es auch notwendig, aggressiv dagegen zu halten, um einen Blumentopf zu ernten. Zwickau ist auf allen Positionen hervorragend besetzt und daher ganz schwer auszurechnen."

Wer die Spiele auf der Tribüne in der Ketscher Neurotthalle erlebt, der weiß erstens, dass hier viele echte Handballkenner den Spielverlauf genau beobachten und auch kritisch kommentieren. Dazu spüren die Spielerinnen auch die große Unterstützung ihrer Fans. Wie meinte ein "Edelfan" nach dem Sieg über Bremen: "Es ist toll die Begeisterung zu spüren, die in dieser Mannschaft steckt. Manchmal merkt man noch den jungen Spielerinnen an, dass sie erst noch die notwendige Erfahrung sammeln müssen, aber gleichzeitig macht es Spaß zu erleben, mit welcher frischen Unbekümmertheit und unbändiger Lust hier Handball gespielt wird."