28.11.2016 15:08 Uhr - Europameisterschaft - jun

"So ein Feuerwerk nicht erwartet": Drei Fragen an ... Anna Loerper

Anna Loerper (li.) erzielte am Sonntag gegen Schweden vier TrefferAnna Loerper (li.) erzielte am Sonntag gegen Schweden vier Treffer
Quelle: Marco Wolf
Nach dem Abpfiff des zweiten Testspieles gegen Schweden schien Anna Loerper ebenso verdutzt wie zufrieden: Ihre Mannschaft machte einen Zehn-Tore-Rückstand wett und feierte so am Ende erneut ein Unentschieden gegen den EM-Gastgeber. "Dass wir dann so ein Feuerwerk aus der Halbzeit rausholen, hätten wir auch nicht erwartet", erklärte die Spielmacherin der TuS Metzingen gut gelaunt ...

Anna, wie fällt dein Fazit nach dem zweiten Unentschieden gegen Schweden aus?

Anna Loerper:
In der ersten Halbzeit haben wir uns katastrophal präsentiert. Wir haben das, was wir gestern gut gemacht haben - einen guten Rückzug mit einer guten Abwehr - nicht hingekriegt. Dementsprechend hatten die Schweden zur Halbzeit auch schon zwanzig Tore und wir leider nur zehn. Dass wir dann so ein Feuerwerk aus der Halbzeit rausholen, hätten wir auch nicht erwartet (lacht).

Wir hatten uns vorgenommen, dass wir die zweite Halbzeit gewinnen wollen und wir wollten noch einmal alles geben. Die Halle hat uns unterstützt und wir haben uns über eine gute Abwehr und eine gute Dinah im Tor in einen Flow gespielt. So sind wir zu schnellen Toren gekommen und haben es noch geschafft, das Unentschieden zu holen.

Wie wichtig ist für den Kopf, als Mannschaft zu wissen, dass ein solcher Rückstand eben nicht unbedingt eine Entscheidung ist, sondern man es noch drehen kann?

Anna Loerper:
Ich denke, da kann man ein Stück weit stolz sein und das wird uns auch in den nächsten Wochen begleiten - zu sehen, dass wir solche Spiele noch drehen können. Das gibt uns ein sehr gutes Gefühl und damit können wir jetzt gut gerüstet in die EM gehen.

Was ist dein Ziel für die Europameisterschaft?

Anna Loerper:
Mein Ziel ist, dass so Sachen wie in der ersten Halbzeit nicht passieren und dass wir uns weiterentwickeln. Wenn wir weiter an den Basics arbeiten und uns darauf konzentrieren, können wir wirklich guten Handball spielen - auch vorne. Wenn wir da konstanter in unseren Leistungen werden und nicht so viele Schwankungen im Spiel haben, dann können wir auch mit guten Mannschaften mithalten - wie man gegen Schweden gesehen hat. Das muss einfach das Ziel sein.

Umfrage von handball-world.com