24.11.2016 17:57 Uhr - EHF-Pokal - PM Vereine, red

"Schwer und unglaublich attraktiv": Deutsches Quartett vor großer Herausforderung im EHF-Cup

BBM-Trainer Martin Albertsen: "Januar und Februar werden sehr anspruchsvolle Monate mit schweren Spielen für uns."BBM-Trainer Martin Albertsen: "Januar und Februar werden sehr anspruchsvolle Monate mit schweren Spielen für uns."
Quelle: Marco Wolf
In der Gruppenphase des Europapokals kämpfen 16 Mannschaften in 4 Gruppen um den Einzug in die K.O.-Runde. Mit dem TuS Metzingen, dem VfL Oldenburg und der SG BBM Bietigheim sind nach wie vor alle im EHF-Cup gestarteten deutschen Mannschaften im Wettbewerb vertreten. Der HC Leipzig, der ebenso wie Glassverket aus Norwegen, Rostov-Don aus Russland und IK Sävehof aus Schweden, aus der Champions-league hinzukommen, vervollständigt das Teilnehmerfeld.

"Wir haben die Auslosung mit großer Vorfreude erwartet. Es ist eine reizvolle Gruppe, sehr schwer und unglaublich attraktiv zugleich. Mit Rostov-Don kommt der absolute Topfavorit nach Bietigheim", kommentiert SG Sportdirektor Gerit Winnen die mit Abstand sportlich stärkste Gruppe.

"Auf uns wartet eine riesen Herausforderung, der wir uns mit voller Kraft stellen werden. Januar und Februar werden sehr anspruchsvolle Monate mit schweren Spielen für uns. Unser Ziel muss es sein, die Heimspiele zu gewinnen. Wir werden wie verrückt kämpfen und müssen alles geben, um in der Gruppe bestehen zu können. Dazu brauchen wir die Unterstützung der Zuschauer aus Bietigheim und aus der ganzen Region. Für die Fans ist diese Gruppe mit Sicherheit sehr spannend, sie können sich auf Spiele der Extraklasse freuen", so Chefcoach Martin Albertsen zur Auslosung.

Für die SG geht es im neuen Jahr nach Russland, Ungarn und Norwegen. Zu den einzelnen Gegnern meint Martin Albertsen: "Rostov-Don ist momentan die Crème de la Crème im Frauenhandball. Mit den Russinnen haben wir den Favoriten auf den Championsleague Titel, der überraschend und unglücklich ausgeschieden ist, in der Gruppe. Sie haben mit Abstand den besten Kader der Welt im Frauenhandball. Natürlich sind sie nun auch der Favorit auf den Sieg im EHF-Cup. ÉRD HC und Byasen Trondheim haben in den bisherigen EHF-Cup Partien auch schon überragende Leistungen gezeigt und werden uns alles abverlangen. Für uns ist es eine Hammergruppe."

Ebenfalls schwer wird es für den HC Leipzig. Trainer Norman Rentsch ist sich nach der Auslosung um die sicher: "Das sind alles sehr gute Mannschaften gegen die es geht. Krasnodar hat nicht weniger als fünf russische Olympiasiegerinnen samt Nationaltrainer in seinen Reihen, bei Brest stehen Weltklasseleute wie Alisson Pineau oder Marthe Mangue Gonzales im Aufgebot und die Ungarinnen haben mit der Brasilianerin Piedade oder Orsoyla Herr aus Ungarn auch ganz starke Spielerinnen im Kader. Wir haben uns natürlich noch nicht speziell mit den Gegnern beschäftigt, aber es ist klar, dass es interessante und schwere Aufgaben sind, die da ab Anfang des Jahres vor uns liegen. Wir hoffen natürlich auf die Rückkehr unserer verletzten Spielerinnen bis Anfang Januar."

Der VfL Oldenburg begrüßt es sehr, dass er in diesem Jahr nicht in russische Gefilde reisen muss. Der Aufwand im letzten Jahr gegen LADA Togliatti, späterer Finalist des Wettbewerbs, war enorm und äußerst kostenintensiv. An einer Wiederholung hatte niemand ernsthaftes Interesse. "Der Aufwand für die Reisen nach Randers (530 km), Sävehof (800 km) und Nantes (1.160 km), zusammen 2.490 km, ist gegenüber dem Aufwand nach Togliatti (3.400 km) überschaubar“, so Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH. "Aus sportlicher Sicht sind alle Gegner mehr als interessant und auch nicht unbezwingbar, wobei die Favoritenrolle an Sävehof bereits vergeben sein dürfte."

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