23.11.2016 10:39 Uhr - Länderspiele - Christian Stein

"Mega gefreut": Drei Fragen an ... Alicia Stolle

Alicia StolleAlicia Stolle
Quelle: Marco Schultz
Im Oktober gegen Spanien stand Alicia Stolle erstmals im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Die rechte Rückraumspielerin der HSG Blomberg-Lippe ist derzeit eine von vier Spielerinnen auf ihrer Position im Kampf um ein EM-Ticket und eine von insgesamt sieben Linkshänderin. Im Interview mit handball-world.com spricht die 20-Jährige über die Vorfreude auf die Spiele im Nationaltrikot und die Arbeit mit Michael Biegler.

Wie überrascht warst du von der Nominierung?

Alicia Stolle:
Natürlich habe ich mich erstmal mega gefreut, das war ein super Feedback zu den ersten beiden Länderspielen. Ich war super zufrieden und hatte schon relativ viele Spielanteile, vor allem in der Abwehr und da hat man sich natürlich noch einmal mehr gefreut, dass die Hoffnung auf so ein Großevent noch einmal steigen kann. Es ist natürlich kein Weltuntergang, wenn ich jetzt nicht dabei sein sollte. Aber wenn man jetzt so kurz davor steht, dann gibt man natürlich noch einmal alles.

Wie ist für dich die Zusammenarbeit mit Michael Biegler?

Alicia Stolle:
Ich finde es toll, was er an Zeit in diese Arbeit investiert, die Trainingsbesuche macht und sich die Spiele anguckt und man so ständig in Kontakt steht. Es ist ein anderes Training, als man es vom Verein kennt. Wir haben hier die Möglichkeiten mit bis zu drei Einheiten am Tag, die dann kurz und intensiv sind. Es ist sehr wettkampforientiert, so dass man in dieser Zeit seine Topleistung bringen muss.

Wo siehst du bei dir noch Verbesserungspotential?

Alicia Stolle:
Ich denke, dass ich mich vor allem in der Dynamik noch deutlich weiter entwickeln kann. Ich denke auch in der Durchschlagskraft, mit zwanzig Jahren ist man einfach noch nicht so erfahren, dass man alles mit Erfahrung lösen kann. Da kann man noch viel lernen, ein gutes eins-eins beispielsweise und sich so weiter zu entwickeln, um mal eine komplette Spielerin zu sein und nicht nur einzelne Stärken zu haben.