15.11.2016 16:30 Uhr - Europameisterschaft - HP DHB

Svenja Huber - mit dem Nationalteam zurück zu den Karrierewurzeln

Svenja HuberSvenja Huber
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Unter Michael Biegler kehrte sie zurück ins Nationalteam - und mit dem kehrt sie zurück an eine frühere Station ihrer Karriere: Wenn die DHB-Frauen am 27. November ihren letzten Test vor der Europameisterschaft gegen EM-Gastgeber Schweden in Trier bestreiten, betritt die 31-jährige DHB-Rechtsaußen bekanntes Terrain. Sie lief von 2008 bis 2010 für die MJC in der Bundesliga auf – unter Trainerin Ildiko Barna, der sie danach nach Weibern und aktuell nach Dortmund folgte. Im Dezember 2013 wechselte Huber dann zum Thüringer HC, wo sie nicht nur dreimal deutsche Meisterin (2014, 2015 und 2016), sondern auch Nationalspielerin wurde. Seit diesem Sommer läuft die Linkshänderin für Borussia Dortmund auf. Im Interview spricht die gebürtige Mannheimerin über ihre Erinnerungen an Trier, die Ziele mit dem Nationalteam bei der EM in Schweden im Dezember, den Traum von der Heim-WM 2017 und ihrem Job als Journalistin.

Der letzte EM-Test geht in Trier über die Bühne - mit welchen Erinnerungen und Gefühlen kommen Sie zurück an die Mosel?

Svenja Huber:
Trier ist immer eine Reise wert. Eine tolle Stadt mit handballbegeisterten Fans - mehr kann man sich als Sportler nicht wünschen.

Seit Saisonbeginn spielen Sie in Dortmund und werden dort von Ildiko Barna trainiert, die ja auch schon in Trier und Weibern ihr Coach war. Wie wichtig ist Sie für Ihre Laufbahn?

Svenja Huber:
Ildíko ist ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben und war mit ausschlaggebend für meinen Wechsel nach Dortmund. Ich verdanke ihr unheimlich viel und es macht mich stolz, nochmal Teil ihres Teams sein zu dürfen.

In Erfurt wurden Sie Nationalspielerin, waren auch schon bei der EM 2014 mit dabei. Nun sind Sie wieder im Kader. Was hat sich seit dem Amtsantritt von Michael Biegler geändert?

Svenja Huber: Sehr viel. Michael ist sehr geradlinig und verfolgt einen konkreten Plan. Er gibt jeder Spielerin eine klare Rolle, bereitet uns optimal vor und zieht uns mit seiner emotionalen Art mit.

Nach dem Länderspiel in Trier geht es gleich zur EM in Schweden. Dort warten in der Vorrunde ausschließlich Hammergegner mit dem Olympiazweiten Frankreich, dem WM-Zweiten Niederlande und dem WM-Vierten Polen. Wie schätzen Sie die Chancen aufs Weiterkommen ein?

Svenja Huber: Da ist in jedem Spiel alles drin. Natürlich sind wir nicht der Favorit, aber jedes Spiel ist ein unglaublich guter Test für uns auf die WM 2017. Es gibt nichts Besseres als sich mit den stärksten Mannschaften der Welt zu messen.

Das Länderspiel gegen Schweden ist für Trier auch der Startschuss für die Kampagne für die Frauen-WM 2017. Haben Sie sich schon mit der Heim-WM befasst oder ist das Thema noch zu weit weg?

Svenja Huber:
Natürlich schwebt das Thema oft im Hinterkopf, schließlich ist unser ganzer Weg darauf ausgerichtet. Unser aktueller Fokus liegt allerdings immer auf dem jetzt und hier - und das erachte ich auch als sehr wichtig, denn Träumereien bezüglich der WM 2017 bringen uns nicht weiter - harte Arbeit hingegen schon.

Neben Ihrer Handballkarriere arbeiten Sie auch als Journalistin. Wie kann man Spitzensport und Beruf unter einen Hut bringen?

Svenja Huber:
Als Freiberufler klappt das ganz gut, da ich mehr oder weniger arbeiten kann, wann ich möchte. Zudem ist das Schreiben genau wie das Handballspielen meine Passion, demnach fühlt es sich auch nicht wie „arbeiten“ an.