11.11.2016 16:38 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

BSV-Trainer Leun warnt vor Klassiker: "Leverkusen befindet sich auf dem aufsteigenden Ast"

Dirk Leun: "Auch wenn wir derzeit erfolgreich sind, müssen wir uns nach wie vor jeden Punkt hart arbeiten."Dirk Leun: "Auch wenn wir derzeit erfolgreich sind, müssen wir uns nach wie vor jeden Punkt hart arbeiten."
Quelle: Mario Gentzel
Buxtehuder SV gegen Bayer 04 Leverkusen – das Traditionsduell ist das erste von zwei Heimspielen des BSV bis zur EM-Pause. Am kommenden Sonntag empfangen die Norddeutschen die Werkselfen, Anwurf ist um 15 Uhr. Nur eine Woche später – am Samstag, 19. November (16 Uhr) gastiert mit Frisch Auf Göppingen das Überraschungsteam der aktuellen Saison in der Halle Nord. Zwei schwere Spiele, in denen aber auch eine große Chance liegt. "Leverkusen und Göppingen sind zwei ganz dicke Brocken. Wir haben aber den Heimvorteil auf unserer Seite und den wollen wir nutzen, um mit weiteren Erfolgen in die EM-Pause zu gehen", sagt BSV-Trainer Dirk Leun.

Buxtehude geht mit dem Rückenwind von vier Siegen in Folge in die Partie gegen Leverkusen. Großer Trumpf in den letzten Spielen war die mannschaftliche Geschlossenheit und die funktionierende Breite des Kaders. "Wir sind aktuell in der glücklichen Situation, nahezu alle Positionen doppelt gut besetzt zu haben. Alle Spielerinnen sind motiviert und haben Spaß, gemeinsam Handball zu spielen. Das sieht man auch auf der Platte", so Leun.

Dennoch warnt Leun davor, das Spiel und den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. "Leverkusen befindet sich auf dem aufsteigenden Ast und findet immer besser zusammen. Renate Wolf hat eine interessante Mischung von jungen und erfahrenen Spielerinnen, die an einem guten Tag sehr unbequem für jeden Gegner sein können. Auch wenn wir derzeit erfolgreich sind, müssen wir uns nach wie vor jeden Punkt hart arbeiten. Ich erwarte ein temporeiches und interessantes Spiel mit offenem Ausgang."

Lob gibt es derweil von Leverkusens Trainer für die 18-jährige Emily Bölk vom BSV. "Unter Dirk Leun hat sie sich enorm weiterentwickelt. Sie ist eine gute Shooterin und verfügt über ein überdurchschnittliches Spielverständnis. Zudem strotzt sie vor Selbstvertrauen. Belohnt wurde sie dafür mit der Nominierung in die Nationalmannschaft", sagt Renate Wolf über die Spielerin mit der Trikotnummer 20, die Ende Mai mit der weiblichen A-Jugend von Buxtehude in der Ostermann-Arena die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft durch einen Finalerfolg über die Juniorelfen gewann und damit ihre Jugendzeit krönte.

Aber der Buxtehuder SV ist nicht nur wegen Nationalspielerin Emily Bölk hervorragend aufgestellt. "Auch im Tor verfügt Dirk Leun in Antje Lenz und Julia Gronemann über ein starkes Gespann. Mit Spielerinnen wie Jessica Oldenburg oder Friederike Gubernatis oder Lone Fischer ist man ebenfalls gut aufgestellt", berichtet Renate Wolf, die vor der Arbeit des Buxtehuder SV und ihrem Coach Dirk Leun großen Respekt hat.

Damit die Werkselfen von ihrer Reise bis vor die Tore Hamburgs erfolgreich zurückfahren können, weiß Renate Wolf, worauf es ankommt. "Wir müssen wieder eine starke Deckungsleistung abrufen, unsere Torhüter müssen gut aufgelegt sein und wir müssen im Angriff unsere Chancen effektiv nutzen", sagt die Cheftrainerin. Der letzte Punktgewinn in Buxtehude datiert aus der Spielzeit 2011/2012. Am 02. November 2011 trennte man sich 21:21-Unentschieden. Der letzte Sieg stammt aus dem Jahr 2010: Am 27. Februar 2010 gewann man mit 27:21 beim BSV.

Ob Spielmacherin Lisa Prior nach zweiwöchiger Verletzungspause am Sonntag für den Buxtehuder SV schon wieder eingreifen kann, ist noch offen. Die 25-Jährige hatte sich im Auswärtsspiel in Blomberg am Handgelenk verletzt. Ansonsten sind alle Spielerinnen einsatzbereit. Bis auf die Langzeitverletzte Elisa Burkholder kann Leverkusen in Bestbesetzung antreten.