27.01.2007 23:59 Uhr - 1. Bundesliga - Christian Ciemalla

Thüringen kassiert erste Heimniederlage - 25:32 gegen Leverkusen

Kristin Kartheuser war beste Werferin für die GastgeberinnenKristin Kartheuser war beste Werferin für die Gastgeberinnen
Quelle: sportseye.de
Die Handballerinnen des Thüringer HC haben ihre erste Heimniederlage einstecken müssen. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Dago Leukefeld musste sich am Samstag trotz einer kämpferisch guten Leistung dem Tabellen-Dritten Bayer Leverkusen mit 25:32 (15:16) geschlagen geben und hat nach der siebten Saisonniederlage 17:15 Punkte auf ihrem Konto. Vor über 1000 Zuschauern in der ausverkauften Salza-Halle waren Saskia Mulder (6/3) und Kristin Kartheuser (6) die erfolgreichsten THC-Werferinnen. Die Gästen hatten in Nationalspielerin Nadine Krause (8/2) ihre beste Schützin.Aus Sicht der Gäste wurde es die gelungene Revanche für die vorjährige Niederlage des Werks-Teams in der Salza-Halle.

Nach der desolaten Vorstellung beim Auswärtsspiel in Frankfurt/Oder war der Thüringer HC in der ausverkauften Salza-Halle um Wiedergutmachung bemüht und konnte dabei auch die Ausfälle von Lucie Fabikova, Nadine Härdter, Alex Uhlig und Katrin Höhne kompensieren. Bei den Gästen wurden unterdessen in den Anfangsminuten Erinnerungen an die letztjährige Niederlage in der Salza-Halle wach, denn in der sechsten Minute hatte Marielle Bohm die konzentriert beginnenden Gastgeberinnen bereits mit 4:1 in Führung gebracht.

In der Folge kam die Leverkusener Offensive aber besser ins Spiel, Loerper, Byl und Neukamp sorgten für den Ausgleich und ein erneuter Treffer Neukamps brachte dem Favoriten beim 5:4 dann in der neunten Spielminute sogar erstmals die Führung. Drei Treffer in Folge ließen die Führung aber umgehend wieder zurück zu den Thüringerinnen wechseln, die sich auch in der Folge als gleichwertiger Gegner präsentierten. Vor allem der Mittelblock der Gastgeberinnen wusste zu gefallen, zudem zeichnete sich Torhüterin Michaela Schanze immer wieder aus. Nadine Krause gelang ihr erster Treffer aus dem Feld so erst in der 22. Minute. Es war das 13:11 für die Leverkusenerinnen, die dank eines Ahlgrimm-Treffers in der letzten Spielminute des ersten Abschnitts eine 16:15-Führung mit in die Kabinen nahmen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte Saskia Mulder nach dem 17:15 durch Yvonne Fillgert zwar noch einmal den Anschluß herstellen, doch nun spielte der Favorit seine Klasse aus. Fillgert und Müller bauten die Führung auf 19:16 aus, und spätestens nach dem Doppelschlag Nadine Krauses zum 24:19 waren die Gäste auf die Siegesstrasse eingebogen. THC-Coach Dago Leukefeld nahm wenig später beim 25:20 seine Auszeit, doch trotz einer guten kämpferischen Leistung sollten die Thüringerinnen nicht zurück in die Begegnung finden.

Die Leverkusenerinnen bestraften jeden Fehler der Gastgeberinnen konsequent und so wuchs die Führung in der Schlussphase sogar weiter an. Leverkusen probierte in den letzten Minuten dabei eine offensive 1:5-Deckung aus, mit der die Gastgeberinnen große Probleme hatten. Noch nicht im Bayer-Kader stand übrigens die unter der Woche nach Leverkusen gewechselte Diane Roelofsen, die nach der Verletzung von Gesine Paulus für Entlastung sorgen soll. In der Begegnung in der Salza-Halle reichte es auch ohne den Neuzugang. Dank einer glänzend aufgelegten Sabine Englert stand am Ende ein deutliches 32:25 zu Buche.

Stimmen zum Spiel:

Dago Leukefeld (Trainer THC):
Ich hatte eine solche Trotzreaktion einiger Spielerinnen erhofft und bin mit der gezeigten Leistung der Mannschaft zufrieden. Es ist mir lieber so gegen eine Mannschaft wie Leverkusen zu verlieren als mit einer schwachen Leistung gegen Göppingen zu gewinnen.

Renate Wolf (Trainerin Leverkusen):
Ich bin das erste Mal selbst hier in der Salza-Halle und war nicht überrascht, auch heute wieder das zweite Gesicht des THC zu erleben. Ich wusste, dass hier die Zuschauer voll hinter ihrer Mannschaft stehen, auch akustisch. In der ersten Halbzeit gelang es uns nicht, uns abzusetzen. Schuld daran waren auch fünf starke Aktionen von Schanzi, davon führten einige direkt zu Kontertoren. Nach der Pause erreichten wir, jetzt konzentrierter, eine bessere Quote.