26.01.2007 14:49 Uhr - 1. Bundesliga - Felix Buß

Göppingen hat ohne Tine Dangel gegen Buxtehude nichts zu verlieren

Kann sich nun aufgrund der Verletzung von Christine Dangel beweisen: Katrin Schröder von den Frisch Auf-FrauenKann sich nun aufgrund der Verletzung von Christine Dangel beweisen: Katrin Schröder von den Frisch Auf-Frauen
Quelle: Hermann Jack
Während sich Göppingen durch fünf Niederlagen in Folge auf dem letzten Tabellenplatz eingenistet hat und mit der Niederlage gegen Ketsch und dem Nasenbeinbruch von Schlüsselakteurin Christine Dangel am vergangenen Sonntag weiter Boden verloren hat, ist in Buxtehude nach dem schwachen Saisonstart derzeit eitel Sonnenschein angesagt. Klare Siege in Ketsch und gegen Dortmund, Teil einer 9:3 Punkte-Serie, sprechen für sich. Zuletzt wurden die Verträge von sechs Spielerinnen verlängert, Kreisläuferin Susanne Henze sowie Torfrau Debbie Klijn bleiben sogar bis 2009 (hbvf.de berichtete). Unter diesen Voraussetzungen darf sich Göppingen in der angenehmen Rolle des Außenseiters wähnen, Coach Hagen Gunzenhauser verlangt allerdings am Samstag, dass seine Spielerinnen "mutig in die Partie gehen". Und Heike Axmann fordert "absoluten Kampf". Bereits um 17:30 Uhr ist Anpfiff.

Bei Göppingen steht das Spiel neben der Niederlagenserie, die allen zu schaffen macht, vor allem unter dem schlechten Stern der Verletzung von Christine Dangel (hbvf.de berichtete). Ein Nasenbeinbruch wirft die agile Abwehr- und Kreisspielerin für sechs Wochen aus dem Spielbetrieb. Die Grün-Weißen haben mit Katrin Schröder, die vor der Saison vom Thüringer HC ins Schwäbische kam zwar eine gute Alternative, die allerdings in Göppingen bisher nur selten auf längere Einsätze zurückblicken kann. In der Offensive rückte sie erstmals Ende Oktober beim Pokalspiel in Allensbach ins Rampenlicht, als sie mit ihren Toren in den Schlussminuten den Grundstein für das Erreichen des Achtelfinals legte. Nun bekommt sie die Chance Göppingen Kampf um den Klassenerhalt entscheidend weiterzuhelfen.

Denn noch hat das Südlicht der Liga eine rechnerische Chance im Oberhaus zu bestehen. Der Gast aus Buxtehude hat sich mit Kampfgeist und einer guten Einstellung mittlerweile auf den achten Platz vorgearbeitet, Göppingen als Schlusslicht auf Rang zwölf hat vor diesem Spiel lediglich vier Zähler Rückstand. Da - mit diesem am Samstag - jedoch nur noch sieben Schlachten geschlagen werden, wird die Luft immer dünner, den Rückstand wettzumachen. Und die Mitkonkurrenten Dortmund, Blomberg und auch Buxtehude sind personell den aktuellen Leistungen nach deutlich stärker einzuschätzen.

Die spielerische Klasse ist auch der Hauptgrund für das Aufstreben in Buxtehude. Mit Stefanie Melbeck und Susanne Henze sind zwei Leitfiguren aus dem Lazarett zurückgekehrt. Auch durch die Verpflichtung von Debbie Klijn, die einen Monat nach dem historischen ersten Göppinger Erstligasieg in Buxtehude aus Holstebro an die Este wechselte, wurden wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt. Nur den klar favorisierten Leverkusenerinnen und dem THC unterlag das Team von Heike Axmann seither, das bis auf die Langzeitverletzten Szymanska und Kern vollständig ist. Mit Abstiegssorgen müssen sich die Norddeutschen im Gegensatz zu den Gastgeberinnen also momentan nicht auseinander setzen. Die Karten scheinen somit bereits vor der Partie eindeutig verteilt. Eine Situation, die Göppingen jedoch in dieser Saison besonders gut zu gefallen scheint.