07.11.2016 09:41 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Werkselfen liefern Metzingen lange Pokalfight auf Augenhöhe

Renate WolfRenate Wolf
Quelle: groundshots.de
Für den TSV Bayer 04 Leverkusen war im Achtelfinale um den DHB-Pokal Endstation. Die Werkselfen mussten sich am Ende gegen die TuS Metzingen mit 23:30 (14:14) geschlagen geben, obwohl man den Süddeutschen über weite Strecken der Partie einen Pokalfight auf Augenhöhe lieferte. Nun gilt die volle Konzentration den beiden vor der EM-Pause anstehenden Bundesligaspielen beim Buxtehuder SV und gegen den Thüringer HC.

Renate Wolf war nach dem DHB-Pokal-Achtelfinale gegen die TuS Metzingen enttäuscht. Enttäuscht, weil ihre Mannschaft die Partie lange Zeit offen gestalten, aber letztlich nicht belohnen konnte. „In den letzten Minuten haben wir die Partie sogar noch deutlich verloren“, sagte Cheftrainerin Renate Wolf.

In der Anfangsphase luden die Gastgeberinnen die Gäste aus Metzingen zu einfachen Treffern ein. So schloss man schlecht, unvorbereitet oder zu früh ab. So konnte sich die TuS mit 6:2 (8. Minute) absetzen. Nun erst kamen die Werkselfen besser in die Partie, Vanessa Fehr konnte einige Würfe der Gäste abwehren. So sorgten die Treffer von Jenny Karolius und Nina Schilk dafür, dass die Leverkusenerinnen bis auf zwei Tore (4:6) verkürzen konnten. Nun lieferten sich beide Teams einen packenden Pokalfight. Sally Potocki sorgte in der 22. Minute für den vielumjubelten 10:10-Ausgleich. In der Schlussphase der ersten Hälfte konnten die Gastgeberinnen durch die gut aufgelegte Zivile Jurgutyte sogar mit 13:12 in Führung gehen. In die Halbzeitpause ging es für beide Mannschaften beim Spielstand von 14:14.

Und auch im zweiten Durchgang blieb die Partie offen, Leverkusen ärgerte den Favoriten. Erneut konnte Jennifer Rode in der 44. Minute ausgleichen – 20:20 hieß es zu diesem Zeitpunkt. Nun setzten sich die Gäste – auch dank der besser besetzten Bank – mit einem 3:0-Lauf auf 23:20 ab. Nationalspielerin Jenny Karolius sorgte mit ihrem fünften Treffer noch einmal für den 21:23-Anschlusstreffer. Mehr war an diesem Tage für den TSV Bayer 04 Leverkusen nicht drin. Innerhalb der nächsten fünf Minuten legte Metzingen fünf Treffer nach und führte knapp vier Minuten vor dem Schlusspfiff der Schiedsrichter Sebastian Grobe und Adrian Kinzel mit 28:21. Am Ende gab es einen 30:23-Erfolg für die TuS Metzingen in der Ostermann-Arena.

„Nun müssen wir uns auf die beiden noch vor der EM-Pause anstehenden Bundesligaspiele in Buxtehude und gegen Thüringen konzentrieren“, sagte Renate Wolf nach dem Spiel. „Das sind zwei verdammt schwere Spiele, die in den nächsten zehn Tagen auf uns warten.“ „Es war ein richtiger Pokalfight mit einem guten Gegner, aber am Ende haben wir uns verdient durchsetzen können. Auch wenn nicht alles perfekt war, bin ich sehr zufrieden“, so Metzingens Geschäftsführer Ferenc Rott.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel und wir hatten leichte Schwächen in der Abwehr. Zum Glück haben wir am Schluss einen kühlen Kopf bewahrt und gewonnen“, freute sich Metzingens Linksaußen Katharina Beddies, während Rechtsaußen Kelly Vollebregt anmerkte: Leverkusen war gut vorbereitet und stark gekämpft. Wir konnten unser Tempospiel nicht wie gewohnt aufziehen. Trotzdem haben wir als Mannschaft gekämpft und haben deswegen die nächste Runde erreicht.“