23.01.2007 16:29 Uhr - 1. Bundesliga - Ole Rosenbohm - PM VfL Oldenburg

Meister Leipzig Mittwoch in EWE Arena zu Gast – Personelle Lage weiter angespannt

Dagmara Kowalska erwartet mit dem VfL LeipzigDagmara Kowalska erwartet mit dem VfL Leipzig
Quelle: Hermann Jack
Schwach ins neue Jahr gestartet und schwere Spiele vor der Brust: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben schon bessere Zeiten erlebt. Nach den Niederlagen in Göppingen (32:33/Pokal) und Dortmund (26:28) ist das Team von Trainer Leszek Krowicki in den beiden Partien gegen den HC Leipzig (Mittwoch, 20 Uhr, EWE Arena) und beim 1. FC Nürnberg (Sonntag, 16 Uhr) in der klaren Außenseiterrolle. Auch personell sieht es weiterhin eher mau aus. Die in Dortmund schwer vermissten Rückraumspielerinnen Jana Oborilova (Handverletzung) und Milica Danilovic (Knieprobleme) könnten gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger zwar im Kader stehen, ein Einsatz ist aber fraglich. „Wir hoffen wenigstens auf eine der beiden“, sagt Krowicki. Auch Linksaußen Kim Birke ist nach ihrer Knie-OP im Dezember wohl noch keine Alternative.  

Ob der VfL aber mit oder ohne den ehemaligen Leipzigerinnen Oborilova und Danilovic aufläuft: Die Mannschaft steht unter Druck. Mit 13:15 Punkten zwar nicht in Abstiegsgefahr, wurden die Ziele bisher klar verfehlt. Bereits vier Niederlagen gegen Aufsteiger (Blomberg, zweimal Göppingen) oder Tabellenletzte (Dortmund) zehren am Selbstvertrauen einer Mannschaft, die in der Saisonvorbereitung noch so viel Hoffnung verbreitet hatte.

Dabei lässt sich auch Positives aus der Partie in Dortmund ziehen. Das Rumpf-Team mit nur sieben eingesetzten Feldspielerinnen kämpfte aufopferungsvoll – eine Tugend, die noch in Göppingen über weite Strecken vermisst wurde. Mit einer ähnlichen Einstellung könnte die Mannschaft gegen Leipzig nur positiv auffallen. „Wir müssen da weitermachen, wo wir beim BVB aufgehört haben“, sagt Danilovic, die im Mai noch die Meisterschaft mit dem HCL feierte.

VfL unter Druck

Auch Danilovic sieht ihren ehemaligen Club in der Favoritenrolle. „Aber auch wir haben schon für positive Überraschungen gesorgt“, sagt Deutschlands ehemalige Handballerin des Jahres. „Leider auch für mehr negative.“ Die Zauberformel, um den HCL in Bedrängnis zu bringen, kennt die 32-Jährige nicht, aber „wir müssen unbedingt geduldig spielen. Leipzig versucht es oft mit einer offensiven Deckung, das ist schwer zu spielen, kostet aber Kraft. Stehen wir hinten gut und laufen Gegenstöße wird dies auch den HCL verunsichern.“

Auch Danilovic sieht ihren ehemaligen Club in der Favoritenrolle. „Aber auch wir haben schon für positive Überraschungen gesorgt“, sagt Deutschlands ehemalige Handballerin des Jahres. „Leider auch für mehr negative.“ Die Zauberformel, um den HCL in Bedrängnis zu bringen, kennt die 32-Jährige nicht, aber „wir müssen unbedingt geduldig spielen. Leipzig versucht es oft mit einer offensiven Deckung, das ist schwer zu spielen, kostet aber Kraft. Stehen wir hinten gut und laufen Gegenstöße wird dies auch den HCL verunsichern.“

Die Gäste aus Sachsen haben im Saisonverlauf den Doublegewinn bisher eindrucksvoll bestätigt. Sieben Zugängen zum Trotz beherrscht die Mannschaft des neuen Trainers Morten Arvidsson die Liga. Gerade einmal zwei Spiele wurden nicht gewonnen, selbst das von vielen Experten zum Favoriten auserkorene Bayer Leverkusen wurde bereits dreimal geschlagen. Wie viel Qualität die Neuen beim HCL bieten zeigt die neue Rückraumreihe mit Rikke Nielsen (von Aalborg DH) und Karolina Kudlacz, die vom polnischen Spitzenteam Gdansk wechselte. Zudem gesellte sich zu Torhüterin Chana Masson in Linksaußen Idalina Borges Mesquita eine weitere Brasilianerin zum Kader.

HCL auf Europatournee

„Ich bin überrascht, wie gut es läuft“, sagt Arvidsson: „Denn eine neue Mannschaft braucht Zeit.“ Doch die fehlende Eingespieltheit machte sich bisher nur in der Champions League bemerkbar, wo der HCL mit 0:6 Punkten derzeit das Schlusslicht der Gruppe C bildet. „Wir hoffen, Platz drei und damit die Qualifikation für den Europapokal der Pokalsieger noch zu erreichen“, sagt Manager Kay-Sven Hähner. Am vergangenen Samstag verlor der HCL trotz guter Kritiken mit 34:37 (19:15) beim kroatischen Meister Podravka Koprivnica.

Oldenburg bildet den Abschluss einer kleinen Europatournee der Leipzigerinnen zu Jahresbeginn: Vier Tage nach dem 33:39 im dänischen Viborg schlug der HCL am vergangenen Mittwoch zu Hause Blomberg mit 36:28. Noch in derselben Nacht setzte sich der  Mannschaftsbus gen Kroatien wieder in Bewegung. Nach dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag darf das Team dann mal durchatmen.

"Oldenburg hat eine sehr erfahrene Mannschaft und ist schwer berechenbar. Ich hoffe meine Mannschaft hat die Reisestrapazen weggesteckt und kann in Oldenburg ihre Leistung abrufen. Die werden wir brauchen, um zu gewinnen, es geht schließlich um die Bundesligaspitze. Oldenburg muss nach einigen bitteren Niederlagen gewinnen, um nicht ganz den Anschluss zu verlieren", so HCL-Coach Morten Arvidsson.

oeins sendet zweimal aus EWE Arena

Auch am Mittwoch ist der Oldenburger Lokasender oeins live dabei. Die Übertragung aus der EWE Arena vom Spiel des VfL Oldenburg gegen den HC Leipzig beginnt  um 19.45 Uhr. Bereits um 18.30 Uhr überträgt oeins die Sportsendung "in Team" - anders als sonst diesmal ebenfalls aus der EWE Arena.