18.09.2016 09:23 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine

Werder will Revanche für Pokal, Rosengarten mit Vorfreude auf Heimpremiere

Steffen BirknerSteffen Birkner
Quelle: SGH
Bereits vor zwei Wochen standen sich die Handball Luchse der SGH Rosengarten-BW Buchholz und die Werder-Damen im Pokal gegenüber. Damals behielten die Gäste aus Rosengarten in Bremen die Oberhand und zogen in die zweite Runde des DHB-Pokals ein. Für Werder Trainer Patrice Giron gehörte das Pokalspiel zu erweiterten Vorbereitung und die 23:30 Niederlage war weniger dramatisch als sie klingt. Nun geht es für Werder nach Buchholz und diesmal geht es um Punkte in der 2. Liga. Die Handball Luchse fiebern der Heimpremiere in der NordHeideHalle gegen den SV Werder Bremen entgegen, Anwurf ist um 16 Uhr.

"Nach der langen Vorbereitungsphase endlich das erste Heimspiel", freut sich Trainer Steffen Birkner mit dem Team auf eines der wenigen Nachbarduelle in der Saison. Bereits vor zwei Wochen trafen beide Teams an der Weser im Pokal aufeinander, die Luchse siegten deutlich 30:23. "Es geht wieder bei null los", mahnt Birkner, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Bereits während des 35:33-Sieges zum Saisonauftakt gegen die Kurpfalz Bären zeigte sich der SV gerade im Angriff deutlich verbessert. "Dazu kommt, dass sie garantiert die Pokalniederlage wett machen wollen", so Birkner.

Nach dem 35:33 Auftaktsieg gegen die Kurpfalz Bären warten nun die Handball Luchse auf die Handballerinnen des SV Werder. Die Voraussetzungen zum Pokalspiel vor zwei Wochen haben sich nicht geändert, bei den Grün-Weißen sind alle Spielerinnen fit und der Bundesligaabsteiger aus Rosengarten geht als Favorit in das Spiel. Doch Giron baut auf eine Trotzreaktion. "Die Spielerinnen können sich für die Pokalniederlage revanchieren", glaubt der Werder Trainer an eine Chance im ersten Auswärtsspiel der Saison.

Das die Mannschaft über den Willen und die Qualität verfügt zeigte sie im ersten Saisonspiel gegen die Kurpfalz Bären als ein vier Tore Rückstand noch in einen Sieg gedreht wurde. Dort zeigten die Bremerinnen vor allem in der zweiten Halbzeit ihre Stärken. Aus einer starken Deckung heraus kam der SVW zum Tempospiel. Im Rückraum setzten besonders Marilena Niemann und Merle Heidergott immer wieder Akzente und stürzten sich in die gegnerische Deckung.

Die SGH-Luchse wollen dagegen halten. Der Coach hofft, dass das Team in der Abwehrarbeit gerade an die zweiten Halbzeiten aus Bremen und dem Saisonauftakt in Trier anknüpft. "Da haben wir ordentlich verteidigt, die Zweikämpfe deutlicher und früher angenommen. Im Positionsangriff ist Bewegung ohne Ball und Flexibilität gegen die 6:0-Deckung gefragt. Im Pokal klappte gegen den SV immer wieder das Spiel über die Kreisläufer. Da wird Patrice Giron sein Team mit Sicherheit drauf eingestellt haben", ist Birkner Realist, dass es dieses Mal nicht so einfach wird.

"Für uns bedeutet das, dass wir unsere Rückraumspielerinnen noch besser in Schussposition bringen müssen und versuchen werden die erste bis dritte Welle zu fahren", so Birkner. Neben dem ersten Spiel freuen sich die Verantwortlichen, auch auf einige Neuerungen. Nicht nur der Online-Ticket-Verkauf ist neu. "Wir wollen das Spiel noch mehr zum Event machen." Um den Handball herum sollen Sachen noch professioneller aufgezogen werden. So hat Carsten Reck das Catering übernommen und via Sportdeutschland.TV wird ein Livestream angeboten. "Es wird Sonntag ein erster Test!", so der Verein, der als Moderatoren die Ex-Spielerinnen Julia Harms und Elena Nendza gewinnen konnten.

In den vergangenen Monaten wurde viel im Umfeld bewegt. "Jetzt gilt es auch hier die PS auf die Straße zu bringen", freut sich Birkner auch auf den außersportlichen Teil, ist sich aber sicher: "Ich hoffe, dass alles reibungslos klappt! Ich denke aber die Fans können sich in der kommenden Saison nicht nur auf die Leistung des Teams, sondern auch der Leute drumherum verlassen."



cs