17.09.2016 08:02 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Gute Abwehr ist oberste Voraussetzung" - Leverkusen fordert Metzingen

Metzingen hofft auf die Rückkehr von Annika IngenpaßMetzingen hofft auf die Rückkehr von Annika Ingenpaß
Quelle: Sven Drese/DHB
Alles kann, nichts muss - unter diesem Motto steht die Auswärtsfahrt der Leverkusener Werkselfen zu den TuSsies Metzingen. Am zweiten Spieltag der 1. Bundesliga muss das Team von Cheftrainerin Renate Wolf beim deutschen Vizemeister antreten - gegen den es in der vergangenen Saison in drei Pflichtspielen drei Niederlagen gab.

Die zweite Halbzeit der Elfen im Auftaktspiel gegen den Bundesliga-Neuling TV Nellingen gibt allerdings berechtigten Anlass zu der Hoffnung, dass es dieses Mal zumindest enger zugehen könnte. "Wenn die Abwehr gleich von Anfang an gut steht, das ist oberste Voraussetzung", sagt Spielführerin und Abwehrchefin Jenny Karolius, die gegen Nellingen nicht nur mit ihren fünf Toren vom Kreis überzeugte. Fehlen werden die langzeitverletzte Anne Jochin und Nationalspielerin Nina Schilk, die auf Linksaußen von Kim Braun vertreten wird.

Gespielt wird in der Tübinger Paul-Horn-Arena, da die Metzinger Öschhalle noch im Umbau ist. Die TuSsies mussten bei ihrem knappen 28:27-Auftaktsieg in Blomberg gleich mehr ein halbes Dutzend verletzter oder erkrankter Spielerinnen ersetzen, es fehlten Ina Grossmann, Marija Obradovic, Annika Ingenpaß, Silvia Szücs, Luca Szekerczés, Delaila Amega und Katharina Beddies. "Dennoch sind sie mit ihrem starken Rückraum und der Achse Anna Loerper im Spielaufbau und Julia Behnke am Kreis einfach bärenstark", sagt Renate Wolf: "Wir fahren jedenfalls ohne Druck dorthin und wollen mal sehen, was geht, wenn bei uns alles passt."

Auch wenn die Gastgeberinnen gegen Leverkusen als Favorit ins Spiel gehen, muss die TuS Metzingen erneut auf einige verletzte Spielerinnen verzichten. Mit Ina Grossmann, Silvia Szücs und Marija Obradovic fallen weiterhin drei TusSies längerfristig aus. Neuzugang Delaila Amega wird zudem ebenfalls noch nicht eingreifen können. Dagegen hoffen die Verantwortlichen auf die Rückkehr von Linksaußen Katharina Beddies und Rückraumshooterin Luca Szekerczés. Annika Ingenpaß, die zuletzt an einer Muskelverletzung laborierte, könnte zudem ebenfalls zum Team stoßen, wobei diese Personalie kurzfristig entschieden werden. Nach dem sehr knappen Erfolg in Blomberg, hatten die TusSies etwas Zeit zum Regenerieren, wobei gleich am Sonntag der Fokus auf das Spiel am Samstag gerichtet wurde.

„Wir wollen unsere Heimspiele gewinnen und am besten fangen wir am kommenden Samstag damit an. Aufgrund der Ferienzeit war der Vorverkauf für das Spiel in Tübingen etwas verhalten und wir hoffen in den kommenden Tagen auf das Tübinger Publikum, was uns stets großartig unterstützt hat“, so Ferenc Rott. „Wir brennen, uns zum ersten Mal vor heimischem Publikum zu präsentieren und freuen uns auf eine volle Halle, die uns im Spiel gegen die Werkselfen unterstützt“.