13.09.2016 14:50 Uhr - EHF-Pokal - PM SG BBM

"Große Herausforderung" und "Besonderes Erlebnis" - Bietigheim vor Europa-Premiere

Für die Bietigheimer Handballerinnen steht am Wochenende der erste internationale Auftritt in der Geschichte der SG BBM an. Gegner in der ersten Runde des Europacups ist der serbische Klub ZRK Naisa Nis. Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel werden in Deutschland ausgetragen. "Jedes dieser Spiele wird eine große Herausforderung für uns und ein besonderes Erlebnis für alle Zuschauer", erklärte Bietigheims Coach Martin Albertsen.

Martin AlbertsenMartin Albertsen
Quelle: Pressefoto Baumann
Im dritten Bundesligajahr haben sich die Bietigheimer Frauen erstmals für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert. Zusätzlich zur Bundesliga steht in dieser Saison auch der Europacup auf dem Programm der SG BBM. Trainer Martin Albertsen steht damit vor großen Aufgaben, verfolgt aber ebenso ambitionierte Ziele: "Wir möchten natürlich sowohl in der Bundesliga als auch im Europacup eine wichtige Rolle spielen. In der Bundesliga ist unser Ziel, uns unter den Top 3 zu positionieren. Gleichzeitig wollen wir natürlich im EHF-Cup so weit wie möglich kommen", fasst Albertsen zusammen.

"Wir haben gut trainiert und ein erfolgreiches Trainingslager hinter uns. Das erste Bundesligaspiel in Celle haben wir auch sehr gut gemeistert. Das gibt uns Rückenwind für den Europacup. Jedes dieser Spiele wird eine große Herausforderung für uns und ein besonderes Erlebnis für alle Zuschauer", blickt Albertsen voraus.

Das Hinspiel gegen ZRK Naisa Nis wird ihm Rahmen eines Doppelspieltags gemeinsam mit den BBM-Männern in der Ludwigsburger MHPArena ausgetragen. Da die Gäste aus Serbien auf ihr Heimrecht verzichten, findet das Rückspiel nur einen Tag später im Rahmen des Korntaler Straßenfestes in der örtlichen Sporthalle statt.

"Seit Jahren sind wir mit unseren Männern gerne zu Gast beim Rixespiel in Korntal. Wir fühlen uns hier sehr wohl und freuen uns, nun mit den Frauen ein internationales Spitzenspiel in Korntal auszutragen", erklärt Bastian Spahlinger, Geschäftsführer der SG BBM Bietigheim.

Mit Hinblick auf den Europacup sind die Verantwortlichen der SG BBM mit dem erstklassig besetzten 16-köpfigen Kader zufrieden. "Der internationale Wettbewerb ist für die Spielerinnen eine zusätzliche Belastung. Mannschaften, die nicht am Europapokal oder an der Champions League teilnehmen, haben somit in der Bundesliga einen Vorteil", so Sportdirektor Gerit Winnen.

Wir haben in Deutschland, anders als in Norwegen, Ungarn, Schweden oder Frankreich, ein Turniersystem, in dem jedes Spiel für die Meisterschaft relevant ist. Um allen Wettbewerben, sowohl dem Europapokal, dem nationalen Pokal als auch der Bundesliga, gerecht zu werden, brauchen wir einen entsprechend großen und hochwertigen Kader", erläutert Winnen die Situation. "Nach der gelungenen Generalprobe in Celle freuen wir uns nun alle sehr auf den ersten europäischen Auftritt der SG BBM Bietigheim in ihrer Vereinsgeschichte."

Im Erfolgsfall warten auf die SG Frauen entweder der bosnisch-herzegowinische Vertreter HZRK Grude oder die Rumäninnen von Corona Brasov, die in der vergangenen Saison das Halbfinale des EHF-Pokals erreichten. Der Europacup besteht aus drei Qualifikationsrunden im KO-Modus mit jeweils Hin- und Rückspiel, gefolgt von einer Gruppenphase. Insgesamt nehmen 65 Mannschaften am EHF-Cup teil, von denen 42 Clubs – darunter auch die SG BBM – in der ersten Runde einsteigen. Wer die drei Qualifikations-KO-Runden übersteht, steigt anschließend in die Gruppenphase ein. Diese wird mit vier Vierergruppen ausgetragen, von denen die jeweils Erstplatzierten das Viertelfinale erreichen. Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden ebenfalls in Hin- und Rückspiel ausgetragen.