12.06.2016 13:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Trier

"Zweifelsohne das attraktivste Angebot" - Dora Varga über ihren Wechsel nach Trier

Dora VargaDora Varga
Quelle: groundshots.de
Am gestrigen Samstag gab DJK/MJC Trier die Verpflichtung von Dora Varga bekannt, die aus Koblenz zu den Miezen wechseln wird. Ihre neue Trainerin Cristina Cabeza weiß um die große Qualität Vargas und beschreibt sie als "eine echte Allrounderin, die torgefährlich auf Linksaußen, Halb und Räumraummitte eingesetzt werden kann". Im Interview äußert sich der Neuzugang, unter anderem über die Gründe für ihre Entscheidung. "Zweifelsohne das attraktivste Angebot", habe Trier gemacht und zudem die Nähe zu ihrem aktuellen Wohnort gepasst.

Dora, Du bist in Trier - wie fühlt es sich an?

Dora Varga:
Ich bin heute bereits zum zweiten mal durch die Innenstadt spaziert, zuletzt war sehr sonniges Wetter und viele Leute in der Fußgängerzone. Trier ist ganz sicher eine schöne Stadt.

Wie leicht ist es Dir gefallen, bei den Miezen zu unterschreiben - und was hat Dich überzeugt?

Dora Varga:
Die Miezen haben sich intensiv um mich bemüht und mir zweifelsohne das attraktivste Angebot gemacht. Mit der Nähe zu meinem Wohnort ist es optimal, ich wollte weiterhin in der 2. Liga spielen und professionelle Strukturen haben. Des weiteren hatte ich mit Jürgen Brech sehr positive Gespräche, es hat einfach gepasst.

Was erwartest Du von den Miezen?

Dora Varga:
Ich hoffe natürlich auf einen besseren Saisonstart als in der vergangenen Spielzeit. Mit den Vulkan-Ladies hatte ich zuletzt zwei Jahre puren Abstiegskampf. Ich will mit der Mannschaft Spiele gewinnen, das macht schließlich am meisten Spaß.

Was sind Deine persönlichen Ziele für die nächste Saison?

Dora Varga:
Zuerst möchte ich der Mannschaft helfen und mich gut einbringen, in den letzten Spielen in Koblenz konnte ich zeigen, dass ich nicht nur auf Außen einsetzbar bin, das möchte ich beibehalten und variabel sein.

Wie unterscheidet sich der Handball in Ungarn z.B. bei Deinem letzten Klub Kiskunhalas NKSE, von dem in Deutschland?

Dora Varga:
Spielerisch sehe ich mittlerweile weniger Unterschiede als noch Anfang der 2000er Jahre, in denen Ungarn Europameister und 2003 sogar Vizeweltmeister im Frauenhandball wurde. Was die kämpferische Leistung angeht, sehe ich den deutschen Handball klar im Vorteil. Das hat mich in der letzten Saison auch bei den Miezen beeindruckt, wie die Mannschaft zurückgekommen ist und sich nicht aufgegeben hat.

Kennst Du bereits jemanden aus der Mannschaft?

Dora Varga:
Mit Carolin Thomas habe ich bereits bei den Vulkan-Ladies zusammengespielt. Ansonsten kenne ich meine künftigen Mitspielerinnen nur als Gegnerinnen.

Ein bisschen Zeit bis zur Vorbereitung bleibt noch - was machst Du bis dahin?

Dora Varga:
Zeit für Urlaub bleibt mir leider nicht, ein Kurztrip nach Italien eventuell mit meinem Freund und künftigem Ehemann. Da wir im Juli heiraten und gerade unser Haus bauen, habe ich ganz klar noch einiges zu tun.

Andere Sportart: In Frankreich die Fußball-EM begonnen. Nach 44 Jahren ist auch die ungarische Nationalmannschaft, trainiert von zwei deutschen Trainern, mit von der Partie. Was meinst Du, weit kommen die Ungarn?

Dora Varga:
Ich hoffe auf gute Spiele gegen Island und Österreich. Vielleicht können sie so ja die Vorrunde überstehen, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Seit der Arbeit von Pal Dardai freut mich die Entwicklung der Nationalmannschaft. Dass sie nach so langer Zeit endlich wieder bei einem großen internationalen Turnier spielen, ist eine tolle und bemerkenswerte Sache. So lange Ungarn mitspielt bin ich Ungarnfan, wenn sie ausscheiden halte ich zu Deutschland.

Und Dein Tipp: Wer wird Europameister?

Dora Varga:
Deutschland oder Frankreich.