02.06.2016 15:08 Uhr - 3. Liga Nord-West - chs

Nachträglicher Klassenerhalt: Solingen-Gräfrath mit zahlreichen Baustellen

Der Deutsche Handballbund hatte vorgesorgt für den Fall eines Mannschaftsrückzugs aus der 3. Liga und eine Relegation der Elftplatzierten angesetzt. Dort hatte sich damals der HSV Solingen-Gräfrath gegen die HSG Sulzbach/Leidersbach am Ende deutlich mit 67:51 (24:23, 43:28) durchgesetzt.

Es schien lange darauf hinauszulaufen, dass dieser Sieg für die Bergischen bedeutungslos war, doch dann zog Ende Mai die HSG Osterode/Harz ihre Zusage für die 3. Liga zurück. Die vorläufigen Staffeleinteilungen waren dahin, gleich in drei Staffeln musste rotiert werden (wir berichteten). Auswirkungen hat diese Entscheidung nun auch im Handballverband Niederrhein, denn die zweite Mannschaft darf nun in der Oberliga verbleiben und muss nicht in die Verbandsliga absteigen.

Solingen-Gräfrath steht allerdings nun vor der Aufgabe eine schlagkräftige Mannschaft für die kommende Saison zusammenzustellen. Mit Nicole Münch, Lena Beckers, Shiona Pauly und Lisa Klanz stehen gerade einmal vier Spielerin für die kommende Saison unter Vertrag. Bezogen auf die letzte Saison in der Weststaffel hat das Trio der Feldspielerinnen gerade einmal 78 von 584 Toren auf dem Konto.

Viel Arbeit also für Stefan Bögel, der die neue Spielbetriebs-GmbH nun übernommen hat und der auch noch die Trainerfrage lösen muss. "Alles, was wir sonst vor vier bis sechs Wochen angefangen hätten, müssen wir jetzt machen. Das ist schon eine ganz neue Situation", verrät Bögel der Rheinischen Post, erklärt aber auch: "Man kann in 24 Stunden nicht alles klären."