02.06.2016 08:03 Uhr - Europameisterschaft - Markus Riedlmayer

"Ein besseres Ergebnis verdient" - Österreich unterliegt Spanien unglücklich in EM-Quali

Josefine HuberJosefine Huber
Quelle: ÖHB/Jakob Gruber
2009 gelang Österreichs Nationalmannschaft mit einem 34:25-Erfolg über Mazedonien in Innsbruck die Teilnahme an der WM. Sieben Jahre später war die Hoffnung groß gegen Favorit Spanien mit einer Sensation noch auf den EURO-Zug aufspringen zu können. In der EM-Qualifikation am Mittwochabend gegen den Vize-Europameister hielten Österreichs Damen lange Zeit mit, gestalteten das Spiel über 45 Minuten offen. Ihre starke Leistung wurde am Ende jedoch nicht belohnt. Spanien setzte sich durch, Österreich unterlag mit 26:33, was allerdings nicht dem Spielverlauf entspricht.

Vor 1.000 Zusehern in der Olympiaworld Innsbruck setzten die Österreicherinnen dem Favoriten ordentlich zu. Das Team von Chefcoach Herbert Müller stellte unter Beweis, dass man mit den Besten der Welt durchaus mithalten kann. Für die absolute Sensation war es dann aber doch zu wenig. In der ersten Halbzeit verzweifelte man immer wieder an der überragend spielenden spanischen Torfrau Silvia Navarro Gimenez. Umgekehrt taten sich die Ibererinnen mit der Deckung der Österreicherinnen äußerst schwer. Vor allem durch Kontertore konnten sie sich vor Seitenwechsel dann doch noch ein Polster von vier Toren herausspielen.

Nach dem Seitenwechsel sorgten Katrin Engel, die mit insgesamt neun Treffern beste Werferin Österreichs wurde, und Beate Scheffknecht für einen Traumstart und brachten Österreich bis auf zwei Tore heran. Nachdem die Spanierinnen der alten Vorsprung wieder herstellen konnten, zeigte man erneut Moral, kämpfte sich nochmals bis auf zwei Tore heran. Mehr ließ der Favorit an diesem Abend aber nicht mehr zu. Zudem machte man dem Vize-Europameister durch technische Fehler einige Gastgeschenke, wodurch diese in der zweiten Halbzeit von 21:23 auf 21:29 davonzogen.

Mit einer fitten Beate Scheffknecht, einer in Spiellaune befindlichen Katrin Engel und der flinken Sonja Frey bewies das Team, dass man aber durchaus in der Lage ist, die vermeintlichen Favoriten zu fordern. Auch Josefine Huber konnte in ihrer Heimat ihre enorme Entwicklung zeigen, lieferte eine starke Leistung als Kreisspielerin ab und erzielte drei Treffer.

Herbert Müller wusste um die entscheidenden Momente: „Ein Knackpunkt war bei 8:7 als wir eine doppelte Unterzahl kassierten. In der zweiten Halbzeit hatten wir zwei, drei Mal die Chance bis auf ein Tor heran zu kommen und wer weiß was dann passiert wäre. Danach ist der Faden gerissen. Mit der Leistung bin ich hoch zufrieden. Die Mannschaft hat gefightet und gekämpft.“

Katrin Engel war trotz guter Leistung enttäuscht: „Das Resultat zeigt nicht den Spielverlauf. Wir hätten uns zumindest ein besseres Ergebnis verdient. Für das Spiel haben wir uns viel vorgenommen, wollten unbedingt gewinnen. Am Samstag gegen Holland wird es noch einmal eine Spur schwerer. Wir müssen uns dort gut verkaufen, aber es wird ganz, ganz schwer.“