29.05.2016 17:33 Uhr - Länderspiele - Markus Riedlmayer

Scheffknecht überragt mit 12 Toren: Österreich besiegt Argentinien

Beate Scheffknecht traf zwölfmal für ÖsterreichtBeate Scheffknecht traf zwölfmal für Österreicht
Quelle: ÖHB/Walter Zaponig
Es war die erst zweite Begegnung zwischen Österreich und Argentinien und wie bereits 2007 behielt das Nationalteam aus dem Alpenland erneut die Oberhand. Dank einer überragenden Beate Scheffknecht mit zwölf Treffern und einer gut eingestellten Deckung kontrollierte Österreich das Spiel speziell nach Seitenwechsel. Einzig mit der Chancenauswertung zeigte sich Teamchef Herbert Müller nicht ganz zufrieden. Für ihn und sein Team war die Partie nochmals eine wichtige Standortbestimmung vor dem Richtungsweisenden Spiel gegen Spanien in der EM-Qualifikation am kommenden Mittwoch in der Olympiaworld Innsbruck (ab 20:15 Uhr live auf ORF Sport+).

Gute zehn Minuten hat es gedauert bis sich die Deckung der Österreicherinnen so richtig warm gespielt hat. Danach ließen sie ihren Gegnerinnen kaum eine Lücke zum Durchkommen. Die Argentinierinnen probierten es mit einem variantenreichen Aufbauspiel, profitierten in der ersten Halbzeit aber zumeist von technischen Fehlern der Österreicherinnen im Angriff. Diesen und den insgesamt drei Zwei-Minuten-Strafen war es in Halbzeit eins geschulded, dass das Spiel lange Zeit offen verlief. Erst in den letzten acht Minuten vor der Pausensirene erkämpften sich die Österreicherinnen die Führung zurück und bauten diese auf 10:8 aus.

Nach Seitenwechsel erwischten die Olympia-Teilnehmerinnen aus Südamerika Österreich eiskalt, konnten binnen fünf Minuten den Ausgleich erzielen und ließen dabei keinen Treffer ins eigene Tor zu. Doch die Freude der Gäste währte nur kurz. Für die Österreicherinnen waren diese beiden Tore ein wahrer Weckruf. In den darauffolgenden Minuten zog man durch drei Treffer von Beate Scheffknecht, darunter zwei 7-Meter, und einem durch Mirela Dedic auf 14:10 davon. Bis auf zwei Tore konnte sich Argentinien nochmals herankämpfen, mehr ließen die rot-weiß-roten Damen nicht zu.

In der EM-Qualifikation gegen Spanien kommenden Mittwoch in der Olympiaworld Innsbruck (ab 20:15 Uhr live auf ORF Sport+) und am Samstag gegen Holland in Den Bosch geht es für Österreich nun um alles. Zumindest eine Sensation muss gegen die beiden Gruppenfavoriten her um noch das Ticket zur EURO 2016 in Schweden zu lösen.

Trotz der teils guten Leistung, warnte Teamchef Herbert Müller erneut nach dem Spiel: „Auch wenn wir heute einen sehr gute Leistung in der Deckung gezeigt haben, müssen wir gegen Spanien noch stärker auftreten. Die Chancenauswertung war heute teilweise katastrophal. Wir haben viel zu viele Eigenfehler begangen. Trotzdem muss man zufrieden sein, die Mannschaft hat gut gekämpft. Ich freu mich wenn nun auch Sonja Frey und Laura Bauer zum Team dazustoßen, dann können wir endlich komplett trainieren.“

Für Josefine Huber stellt das Spiel gegen Vize-Europameister Spanien ein besonderes Highlight dar: „Das letzte Mal hab ich mit 15 in Tirol gespielt, ich freu mich in meiner Heimat gegen Spanien auflaufen zu können. Das Damen Nationalteam ist nicht so oft in Innsbruck, ich weiß, dass sich die Organisatoren unheimlich einsetzen, es werden sicher viele junge Spielerinnen in der Halle sein. Mit meiner eigenen Leistung heute war ich nicht ganz zufrieden. Als Mannschaft müssen wir gegen Spanien in der Deckung noch mehr schieben, noch mehr kommunizieren. Wenn sie einen schlechten Tag haben, müssen wir einfach da sein.“

Katrin Engel: „Argentinien hat ihre beste Spielerin heute aufgrund eines Kreuzbandrisses gefehlt. Wir haben heute klar zu viele Fehler gemacht, das können wir uns gegen Spanien nicht leisten. Man hat auch das Fehlen von Sonja Frey und Laura Bauer heute gemerkt. Das Spiel heute war wichtig für uns, wir haben gesehen, dass wir bis Mittwoch noch einiges zu tun haben.“